Ausländische Gründer lieben Berlin

Auch 2016 hatte Berlin große Anziehungskraft für ausländische Gründer. Rund ein Drittel der Jungunternehmer kommt aus Nordamerika, gefolgt von Asien, Südamerika und Afrika. Unterstützung und Beratung finden die Talente beim gemeinsamen Welcome Service der IHK Berlin Partner und dem Firmenservice der Berliner Ausländerbehörde.

 

Täglich erreichen die Ausländerbehörde über 50 Anrufe zu aufenthaltsrechtlichen Fragen von Gründern und High Potentials. Dies ist ein besonderer Bereich, der Unternehmen, Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen offensteht. Die Ausländerbehörde berät hier Arbeitgeber umfänglich zu allen Fragen des Aufenthaltsrechts und zur Erteilung von Aufenthaltstiteln. Mehr als 500 Unternehmen, Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen nutzen diesen besonderen Bereich der Ausländerbehörde regelmäßig, die eng mit Berlin Partner und der IHK kooperiert. „So wurde ausländischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im letzten Jahr über 9.000 Mal der Weg in die Behörde erspart“, erklärte Engelhard Mazanke, Leiter der Ausländerbehörde Berlin. Dies ist ein deutlicher Anstieg. Im Jahr 2014 waren es noch 350 Unternehmen und Hochschulen, die etwa 6.500 Anträge stellten. In 2015 stieg die Zahl vor allem der Unternehmen auf gut 400 und die Antragszahlen auf zirka 8.000. Bei Dienstleistungen ist die Ausstellung der Blauen Karte besonders für akademische Fachkräfte gefragt, die 2016 935 Mal vergeben werden konnte. Daneben wurden 3.592 andere Aufenthaltserlaubnisse erteilt.

 

Die IHK unterstützt die Antragsverfahren der ausländischen Gründer durch die Überprüfung von Businessplänen. In 2016 gab die IHK Berlin über 120 fachkundige Stellungnahmen gegenüber dem Firmenservice der Ausländerbehörde ab, in denen sie interessante und vielversprechende Unternehmenskonzepte bewertete. „Das enge Zusammenspiel zwischen den drei Partnern führt zu einem schnelleren und effizienteren Verfahren, um die Gründung in Berlin zu ermöglichen. Oft kommt es auf einen schnellen Start an um Projekte und Ideen noch vor der Konkurrenz umzusetzen“, erläuterte Jan Eder, Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin.

 

Berlin Partner unterstützt Investoren und Unternehmen hinsichtlich der besten und schnellsten Wege zur Integration ihrer zuziehenden Fachkräfte. Im Rahmen

des Business Immigration Services erhalten Unternehmen innerhalb von 5 Tagen Bescheid darüber, ob ihre Fachkräfte ein Visum erhalten. „Der größte Bedarf an Fachkräften besteht dabei im Bereich der Informationstechnologien. Hier werden oftmals geeignete Kandidaten gefunden, die nicht aus dem EU-Ausland stammen. Allein im letzten Jahr haben wir 230 Unternehmen dabei unterstützt, ihre Fachkräfte zügig nach Berlin zu holen. Tendenz steigend. Seit 2014 hat sich die Zahl der Fälle mehr als verdoppelt“, sagte Andres Joras, Geschäftsführerin von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie.

 

Inzwischen hat jeder vierte Berliner einen ausländischen Paß. Diese Menschen erschaffen viele neue Jobs in der Hauptstadt. Berlin als Gründer- und Wissenschaftsstandort ist ein Magnet für ausländische Unternehmer und Talente mit hohem Bildungsniveau.

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.