Deutschlandradio startet Festival

Ultraschall Berlin – Festival für neue Musik findet zum 19. Mal vom 18. bis zum

  1. Januar 2017 statt und wird von Deutschlandradio Kultur und Kulturradion Rundfunk Berlin-Brandenburg präsentiert. Insgesamt 14 Konzerte mit rund einem Dutzend Ur- und Erstaufführungen werden zu hören sein.

Im Eröffnungskonzert am 18. Januar 2017 um 20 Uhr im Großen Sendesaal des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) in Berlin steht Johannes Kalitzke am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Er dirigiert unter anderem die Uraufführung seines Cellokonzert „story teller“, das er als Kompositionsauftrag des rbb für Johannes Moser, den Solisten des Abends, geschrieben hat. In Mauricio Kagels „Interwiev avec d.“ für Sprecher und Orchester ist der Schauspieler Udo Samel in einer kritischen musikalischen Auseinandersetzung mit der journalistischen Form des Interviews zu erleben. Auch das Abschlusskonzert am 22. Januar 2017 um 20 Uhr gestaltet das Deutsche Symphonie-Orchester unter der Leitung von Dennis Russel Davies. Solistin des Abends ist Marisol Montalvo (Sopran).

Zu den weiteren Interpreten des Festivals gehören unter anderem Mojca Erdmann (Sopran) und das Kuss Quartett, das Ensemblekollektiv Berlin, Christoph Prégardien (Tenor) und Christoph Schnackertz (Klavier), das ensemble recherche, die Neuen Vocalsolisten und Jennifer Walshe (Stimme).

Die Konzerte von Ultraschall Berlin 2017 finden im Großen Sendesaal des rbb im Haus des Rundfunks, im Radialsystem und im Heimathafen Neukölln statt.

Im Vordergrund von Ultraschall Berlin 2017 steht die Stimme mit ihren verschiedenartigen Ausdrucksmöglichkeiten. So reicht die Bandbreite vom Solo-Recital bis hin zum Vokalensemble, von einer Lecture-Performance und Werken mit Sprech-Stimme bis hin zur experimentellen vokalen Kammermusik, wie die beiden Festivalleiter Rainer Pöllmann (Deutschlandradio Kultur) und Andreas Göbel (Kulturradion vom rbb) ausführlich erläuterten.

Rainer Pöllmann führte dazu aus: „Die Stimme hat in den letzten Jahren in der zeitgenössischen Musik immer mehr ans Bedeutung gewonnen – als persönlichstes aller „Instrumente“, aber auch als Bedeutungsträger. „Seine Stimme zu erheben“ ist ja ein weit über die Musik hinausreichender Akt. Das Festival macht deutlich, welche ungeheure Ausdrucksvielfalt die Stimme haben kann, vom klassischen Liederabend bis zu multimedialen Power-Performance“.

Andreas Göbel erklärte: „Jede Lautäußerung eines Menschen ist auch weiter über die Sprache hinaus spürbar geprägt von seiner Herkunft. Insofern ist die internationale programmliche Ausrichtung von Ultraschall Berlin durch die Fokussierung auf die Stimme in diesem Jahr besonders deutlich wahrnehmbar in einer Zeit, die nicht zuletzt durch Migration, Exil und Vertreibung von Menschen geprägt ist, die ihre kulturellen Traditionen mitbringen“.

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.