Die Filmwirtschaft als Wirtschaftsfaktor

Die Anfang des Monats vom Bundeswirtschaftsministerium vorgestellte Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung der Filmindustrie belegt nach den Worten von Thomas Kralinski, Staatskanzleichef in Brandenburg, einmal mehr die hohe Bedeutung der Filmwirtschaft für Deutschland und insbesondere für Brandenburg. „Das Kulturgut Film kann gerade in schwierigen Zeiten nicht nur einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Verständigung leisten, sondern ist auch ein wesentlicher industrieller Faktor für unsere Region“, erklärte Kralinski.

 

Mit rund 13,6 Mrd Euro jährlich trägt die Filmwirtschaft zur Bruttowertschöpfung bei. Gerade vor der Berlinale in Berlin ist hervorzuheben, dass neben der Filmproduktion die Festivallandschaft und die Filmtheater sowohl aus kultureller als auch aus wirtschaftlicher Sicht elementar sind. Deshalb unterstützt das Land Berlin als Kinohauptstadt und filmfreundliche Stadt die weitere Entwicklung der Film- und Medienwirtschaft in all ihren Facetten. Das Medienboard Berlin-Brandenburg hat allein im Jahr 2016 rund 31,9 Mio Euro Fördermittel verteilt.

65 Prozent der Besucher deutscher Filme entfielen auf von Medienboard geförderte Filme.

 

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, sagte: „Wir brauchen eine starke Kreativwirtschaftspolitik in Deutschland. Die Studie der Bundesregierung zeigt: Film ist ein Kultur-, aber eben auch ein starker Wirtschaftsfaktor. Ich halte es für dringend erforderlich, die finanziellen Anreize für die Filmproduktion zu verbessern, um die Konkurrenzfähigkeit im internationalen Wettbewerb zu gewährleisten. Dies können steuerliche Anreize oder der Ausbau automatischer Förderungen wie beim Deutschen Filmförderfonds sein. Die Bundesregierung sollte die richtigen Schlüsse aus der Studie ziehen und handeln. Berlin setzt sich dafür ein, dass die Rahmenbedingungen für die Filmbranche weiter verbessert werden“.

 

Staatssekretär Kralinski erklärte: „Die Studie bekräftigt unsere stete und kontinuierliche Unterstützung und Förderung der brandenburgischen Filmindustrie. Dies gilt insbesondere für die in Brandenburg für die Filmbranche entwickelten innovativen Instrumente wie die GAP-Finanzierung. Die Studie belegt, dass es in der Filmwirtschaft gelingen kann, mit geringen Landesmitteln große Regionaleffekte zu erzielen. In der Hauptstadtregion beläuft sich der Regionaleffekt für die gesamt Filmförderung auf rund 4,5 Euro pro eingesetztem Euro. Ein wesentlicher Anteil dieses Effektes wird dabei am Standort Babelsberg generiert“.

 

Dies hat sich in den vergangenen Jahren auch positiv auf die Beschäftigung der ausgewirkt. So weist die Studie signifikante Beschäftigungseffekte der Filmwirtschaft aus. Diese machen allein für Brandenburg weit über 10.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte aus, mit steigender Tendenz. Hinzu kommt eine große Zahl nicht erfasster Medienschaffender, die als Freiberufler oder sogenannte freie Mitarbeiter tätig sind.

 

Auch die in der Studie hervorgehobene Verflechtung der Filmwirtschaft mit dem Tourismus spielt in Brandenburg bereits eine wesentliche Rolle und gewinnt weiter an Bedeutung. Es besteht eine aktive Zusammenarbeit zwischen der Tourismus Marketing Brandenburg GmbH (TMB) und der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH. So werden die Drehorte von zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen in vielen Regionen des Landes seitens der TMB im Rahmen des Kulturtourismus offensiv vermarktet.

 

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.