Die Logistikbranche gewinnt ständig an Bedeutung

Der diesjährige Deutsche Logistik-Kongress fand vom 19. bis 21. Oktober 2016 unter dem Motto „Den Wandel gestalten“in Berlin statt. Rund 3.200 Teilnehmer aus 40 Ländern nahmen daran teil, darunter der Verkehrsminister S. E. Kamal bin Ahmed Mohammed aus dem Königreich Bahrain, Hans Christian Schmidt aus Dänemark und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt.

 

Großen Raum bei den Vorträgen nahm die digitale Zukunft der Logistikbranche ein. Durch Industrie 4,0 werden Produktion und Logistik miteinander vernetzt, wodurch sich das gesamte Transportsystem verändert. Charles Darwin prägte die Aussage: „Es sind nicht die Stärksten, die überleben, auch nicht die Intelligentesten, sondern die, die am schnellsten auf Veränderungen reagieren“.

 

In seiner Eröffnungsrede ging der Vorstandsvorsitzende BVL, Professor Dr.-Ing. Raimund Klinkner, insbesondere auf den Prozess, auf Chancen und Risiken der derzeitigen digitalen Transformation ein: „Fest steht: Die Organisation von Wertschöpfung in dynamischen Netzwerken verändert den Wettbewerb grundlegend. Der Faktor Zeit wird minimal; wir agieren und reagieren in Echtzeit. Smart Factories richten ihre Produktion kurzfristig auf Wünsche einzelner Kunden aus. Smart Companies organisieren Lieferketten parallel und gleichen ihr Angebot dynamisch mit sich entwickelnden Trends in sozialen Medien ab. Digitalen Zugang zu Kunden hat nur, wer die Spielregeln des digitalen Marktes versteht“.

 

Das Konjunkturklima in der deutschen Logistikwirtschaft hat sich nach dem etwas schwachen Sommer wieder verbessert, so dass die BVL für das laufende Jahr einen Umsatz in Höhe von rund 260 Milliarden Euro erwartet. Das ist zum sechsten mal in Folge ein Rekordergebnis, erbracht von 2,95 Millionen Beschäftigten, die in logistischen Berufen in der Industrie, im Handel und bei den Logistikdienstleistern beschäftigt sind. Der für dieses Jahr erwartete Umsatz entspricht einem Zuwachs von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei für das nächste Jahr ein Wachstum von 1,9 Prozent auf etwa 263 Milliarden Euro prognostiziert wird. „Ursache für die eher verhaltene Einschätzung sind verschiedenste globale Krisenherde und politische Entscheidungen in der EU, in Osteuropa, im Nahen und Fernen Osten und den USA“, erklärte Professor Klinkner.

 

Professor Dr.-Ing. Thomas Wimmer berichtete, dass der Landtechnikhersteller AGCO gemeinsam mit seinem Kooperationspartner 4flow mit dem Deutschen Logistik-Preis 2016 für das innovative Projekt „AGCO Smart Logistics“ ausgezeichnet wird. AGCO und 4flow konnten mit der von ihnen erarbeiteten Lösung die Kosten des Landmaschinenherstellers in den vergangenen Jahren um mehr als 25 Prozent reduzieren. Die Kosten für die Durchführung der Prozesse und IT konnten bereits nach einem Jahr amortisiert werden. Außerdem sorgte die höhere Auslastung für eine Reduzierung von CO2. Gleichzeitig konnte sich das Unternehmen einen zusätzlichen Wettbewerbsvorteil sichern.

 

Zweiter Preisträger wurde die Firma Jettainer GmbH, die zusammen mit der Universität Köln eine neuartige Softwarelösung erarbeitet hat. Sie ist derzeit verantwortlich für das komplette Lademittelmanagement einschließlich Steuerung, Positionierung, Wartung und Instandhaltung von rund 90.000 Containern für

23 Fluggesellschaften.

 

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.

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