Die Römischen Verträge

Zum sechzigsten Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge, die im Laufe der Jahrzehnte zur Europäischen Union führten, hat der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, den Beitrag Europas in den letzten Jahrzehnten gewürdigt. „Gerade wir in Berlin werden nie vergessen, wie fest die Europäische Gemeinschaft in den schwierigen kritischen Jahren, in denen die Stadt eingeschlossen war, zu Berlin gehalten hat., unbeeindruckt von vielen Drohungen. Und auch seit der Wiedervereinigung des Kontinents hat sie all ihre Kraft und ihren Einfluss darauf verwandt, dass das Zusammenwachsen der Völker Europas in friedlichem Rahmen und in vernünftigem Ausgleich gestaltet wird“.

Regierende Bürgermeister Michael MüllerFoto: © Günter Meißner

Müller erklärte weiter: „Gleichwohl kann niemand verhehlen, dass Europa nicht erst seit dem angestrebten Brexit in der Krise steckt. Allzu oft überdecken mittlerweile Partikularinteressen die große Idee und Vision eines geeinten Europas Gewiss: Die Europäische Union muss sich an Haupt und Gliedern reformieren. Die Mitgliedstaten sollten sich jedoch mehr denn je daran erinnern, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile“.

 

Europa, so Müller weiter, werde trotz aller Rückschläge in jüngster Zeit eine Erfolgsgeschichte bleiben. „Wenn wir Europa besser erklären, wenn wir näher am Bürger sind, wenn wir das Engagement vor allem der Jugend für Europa stärken können, dann blicke ich zuversichtlich in die Zukunft. Früher, in der Gründungsphase der Gemeinschaft, sagte man: „Wer in Europa nicht an Wunder glaubt, der ist kein Realist“. Mehr denn je müssen und werden wir dieses Wunder ermutigen und ermuntern“.

 

Seine Generation, sagte Müller, sei mit dem Glauben an Europa aufgewachsen und werde davon nicht abrücken. „So wie uns Deutschland Heimat ist und bleiben wird, so sehr bin ich überzeugt, dass unsere Zukunft europäisch aussehen wird. Wenn wir an die fruchtbaren Epochen der Vergangenheit anknüpfen, wirtschaftlich, politisch, wissenschaftlich und kulturell, dann haben alle Europäer den größten gemeinsamen Nutzen. Denn nur als starker und geeinter Kontinent haben wir die Chance, in einer globalisierten Welt wahrgenommen zu werden. Das setzt andererseits aber voraus, dass es gelingt, die Herzen der Bürgerinnen und Bürger zu erwärmen. Wenn wir die großen Ziele im Auge behalten und den Völkern die Vielzahl der Möglichkeiten aufzeigen, dann ist mir um die Zukunft Europas nicht bange“.

 

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.