Mit der U5 vom Hauptbahnhof nach Hönow

Mit dem Tunneldurchbruch am 23. März 2017 am U-Bahnhof Brandenburger Tor ist die 22 Kilometer lange Strecke nunmehr durchgängig begehbar. Befahrbar wird sie voraussichtlich erst ab Dezember 2020 sein. Die unterirdische Baustelle bereitete den Fachleuten in den vergangenen Jahren mancherlei Kopfschmerzen. Zwei Tunnelröhren wurden mit Hilfe der Bohrmaschine „Bärlinde“ gebaut, deren Weg von einem riesigen Findling versperrt wurde, der erst einmal in Einzelteile zerlegt werden mußte; Grundwasser drang ein, denn die neue U-Bahnstrecke führt durch das Berliner Urstromtal. Es kam zu Bauverzögerungen von etwa einem Jahr. Auch die Kosten stiegen von 433 Mio Euro auf 525 Euro.

Michael Kolmsee von der Baufirma Implenia Foto: Günter Meißner

 

 

Neue Schwierigkeiten tun sich beim Bau des U-Bahnhofs Museumsinsel auf, die allerdings beherrschbar sind. Hier kämpft man mit dem Grundwasser. Deshalb wird der Untergrund mit einer minus 40 Grad kalten Salzlösung vereist. Die Fachleute rechnen jedoch beim Weiterbau auch mit neuen Hindernissen in Form von großen Findlingen, die im Untergrund von Berlin nichts Ungewöhnliches und Überbleibsel der Eiszeit sind.

Obwohl der Regierende Bürgermeister Michael Müller an der Vereidigung des

Regierender Bürgermeister Michael Müller Foto: Günter MeißnerBundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier teilnehmen mußte, wollte er bei dem Durchbruch unbedingt dabei sein. Vorab sagte er: „Der Durchbruch zum Lückenschluss ist ein Meilenstein bei der Verwirklichung der neuen Nahverkehrsverbindung durch die historische Mitte Berlins. Damit rückt die für 2020 geplante Fertigstellung der neuen Berliner Ost-West-Verbindung in greifbare Nähe. Die wachsende Stadt braucht ein wachsendes Verkehrssystem. Dazu ist auch das zentrale Berliner Infrastrukturprojekt ein wichtiger Beitrag. Das Projekt „Lückenschluss U5“ komplettiert im Herzen unserer Stadt das hervorragende Netz des Berliner ÖPNV.“

 

Blumen fürSigrid Eveln Nikutta  Foto: Günter Meißner

Er danke, so der Regierende Bürgermeister weiter, der Bauherrin BVG, der Projektrealisierungs GmbH U5, der ausführenden Firma Implenia und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und insbesondere den Tunnelbauern, die die Tunnelvortriebsmaschine „Bärlinde“ durch den schwierigen Berliner Untergrund getrieben haben. Müller: „Wir wünschen uns für die noch bevorstehenden Arbeiten bis zur Eröffnung einen guten und unfallfreien sowie termingerechten Verlauf“.

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.