Ende des Zweiten Weltkrieges

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, erklärte aus Anlass des 72. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa: „Heute steht Berlin international für Freiheit, Toleranz und Weltoffenheit und unsere Stadt ist eine wachsende Metropole im Herzen Europas.

Foto: Günter Meißner

Der 8. Mai erinnert uns daran, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist. Am Ende des Zweiten Weltkrieges und am Ende der menschenverachtenden NS-Diktatur war Berlin wie viele andere Städte ein Trümmerfeld mit ungewisser Zukunft und hungernden Menschen. Unser weltweit positives Ansehen heute, unser Wohlstand und vor allem unsere Demokratie sind damals grundgelegt worden durch das „Nie wieder“, das viele Menschen auch in unserer Stadt zu Krieg und Diktatur gesagt haben und zu dem sich die Generationen unserer Eltern und Großeltern in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder bekannt haben“.

 

Der Regierende sagte weiter: „Frieden und Freiheit sind kostbare Güter, die einer Gesellschaft und dem Einzelnen nicht in den Schoss fallen. Wir sind in diesen Tagen an vielen Orten der Welt und auch in Europa selbst durch Spannungen, militärische Auseinandersetzungen und furchtbare Kriege beunruhigt. Freiheit, Demokratie und unsere gesamte Lebensweise werden durch rechten Populismus und auf andere Weise durch den Terrorismus unter Druck gesetzt. Der Tag der Befreiung ist auch in dieser Hinsicht ein ständiger Appell, Frieden, Freiheit und Demokratie im Inneren ebenso wie international durch kluge und vernünftige Politik mit Augenmaß zu verteidigen. Eine zentrale Rolle spielt für uns vor diesem Hintergrund unsere europäische Orientierung. Die europäische Einigung war und ist auch aus der Erfahrung des „Nie wieder“ ein Instrument zur Sicherung von Frieden und Freiheit auf unserem Kontinent und darüber hinaus. Das dürfen und werden wir als Metropole im Herzen Europas nicht preisgeben“.

 

Müller fügte hinzu: „Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger und natürlich die jungen Menschen sind ebenso wie ich selbst Nachgeborene. Wir dürfen dankbar sein, dass wir die Erfahrung von 1945 nicht selber haben machen müssen. Mir war es immer wichtig, zum Beispiel von meinem Vater zu hören, wie er die Zeit damals erlebt hat. Ich appelliere daran, solche Gespräche mit den Älteren zu suchen. Nichts kann authentischer sein als das unmittelbare Erleben dieser Menschen. Dennoch sind Erinnerungsarbeit und historische Bildung nicht zuletzt in unseren Schulen so wichtig, auch und gerade um ein Bewusstsein für die vielfältigen Gefährdungen für Frieden und Demokratie zu schaffen“.

 

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.