Feierliche Eröffnung

Das Einstein Center Digital Future (ECDF) wurde am 3. April 2017 im Berliner Robert-Koch-Forum im Beisein zahlreicher Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft gegründet. Bisher stehen zur Finanzierung

38,5 Millionen Euro bereit, die im Rahmen einer Public-Private-Partnership von zahlreichen Firmen und Forschungseinrichtungen zur Verfügung gestellt wurden. Insgesamt wurden 8,5 Millionen Euro bei Firmen und wissenschaftlichen Einrichtungen eingesammelt. Daneben beteiligen sich das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die jeweils eine Professur finanzieren werden. Berlin engagiert sich ebenfalls und gibt pro eingeworbenen Euro aus Unternehmen 50 Cent hinzu.

 

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, führte anlässlich der Gründung aus: „Mit der Eröffnung des Einstein Zentrums Digitale Zukunft stellen wir heute die besondere Leistungskraft und Innovationsfähigkeit unserer Stadt unter Beweis. Hier ziehen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik an einem Strang, um die Brain City Berlin zu einem international führenden Hotspot der Digitalisierung zu machen“.

 

Professor Dr. Christan Thomsen, Präsident der Technischen Universität Berlin, sagte: „Wir haben innerhalb kürzester Zeit ein Projekt geschaffen, das schon jetzt international Aufmerksamkeit bekommt. Digitalisierung ist schnell, vielfältig, für manche bedrohlich und chancenreich. Mit unserem Einstein Center wollen wir Antworten finden an den Schnittstellen der Disziplinen und möchten den Bürgern einen Anlaufpunkt geben, um Auswirkungen der Digitalisierung kennen zu lernen, an ihr teil zu haben und mit unseren Wissenschaftlern zu diskutierten“.

 

So soll beispielsweise geforscht werden in den Bereichen Smart Housing, Smart Cities, Smart Mobility, Digitale Bildung, Bioinformatik, Personalisierte Medizin, Digitale Diagnostik oder Neue Methoden Genomdatenanalyse, Biomedizinische Bildgebung und Semantische Datenintelligenz und Identitätsmanagement.

 

Das Einstein Center Digital Future hat eine geplante Laufzeit von sechs Jahren; sie läuft vom 1. April 2017 bis 31. März 2023.

 

Professor Dr. Dr. h. c. Günter Stock, Vorstandsvorsitzender Einstein Stiftung Berlin, betonte die Einmaligkeit des Projekts, denn es handele sich um eine Kooperation aus öffentlicher Hand und Privatwirtschaft. Im Bereich der digitalen Möglichkeiten wolle man die Schaffung und die Etablierung neuer Geschäftsideen und Geschäftsmodelle voranbringen.

 

Als Vorstandsprecher des Einstein Center Digital Future führte Professor Dr. Odej Kao, Technische Universität Berlin, aus: „Wir haben verstanden, dass das Wesen der Digitalisierung die Vernetzung ist. Unser wissenschaftliches Programm setzt auf Austausch zwischen den Kernmethoden der IT und den Innovationsbereichen in Digital Health, Digital Humanities und Digital Industry. Wir stellen uns schließlich so auf, dass wir die Erkenntnisse und die Entwicklungen von diesem Ort aus in die weite Öffentlichkeit tragen“.

 

Im Kernbereich Digitale Infrastruktur, Methoden und Algorithmen sowie in den Innovationsbereichen Digitale Gesundheit, Digitale Gesellschaft und Geisteswissenschaften sowie Digitale Industrie und Dienstleistungen werden

50 neue Professuren eingerichtet. Auf die bisherigen Ausschreibungen der Professuren erhielt das ECDF über 300 Bewerbungen aus mehr als 70 Ländern. Bislang sind drei Juniorprofessuren besetzt.

 

Mit dem Einstein Center Digital Future wurde in Berlin ein Ort geschaffen, um Ideen weiter zu entwickeln und umzusetzen, insbesondere die Personalisierung der Medizin ist ein sehr wichtiges Thema, das die Bevölkerung insgesamt betrifft.

 

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.