Frachtflüge in aller Welt

Anlässlich des 34. Logistik-Kongresses in Berlin vom 25. bis 27. Oktober 2017 berichtete die Jettainer GmbH über ihre geschäftlichen Aktivitäten. Die Jettainer GmbH in Raunheim ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Lufthansa Cargo AG. Sie verantwortet derzeit das komplette Lademittelmanagement für

25 Fluggesellschaften einschließlich der Steuerung, Positionierung, Wartung und Instandhaltung von rund 90.000 sogenannten Unit Load Devices (ULDs); das sind Paletten und Container. Aktuell ist das Unternehmen weltweit an über

450 Flughäfen tätig. Außerhalb von Raunheim betreibt Jettainer Büros in Abu Dhabi, Dallas/Fort Worth, Düsseldorf, Philadelphia, Rom und Zürich sowie einen operativen Standort in Mumbai. Ferner gibt es seit 2014 eine eigene Gesellschaft in den USA: Jettainer Americas Inc. mit Sitz in Delaware und Niederlassungen in Dallas, Chicago, Miami, New York und Los Angeles.

 

Jettainer deckt die komplette Wertschöpfungskette der ULD-Managements ab, vom Einkauf über die Steuerung bzw. das Management und die Reparatur der Lademittel bis hin zur Bereitstellung von kundenspezifischen IT-Lösungen und Finanzierungskonzepten.

 

Als international führender Servicepartner für ausgegliedertes Lebensmittelmanagement hat Jettainer ab sofort neben den eigenen Containern von Lufthansa Cargo auch zugeleaste Einheiten übernommen. Gleichzeitig wird in Abu Dhabi ein eigenes Cool Center of Excellence speziell für das Management von temperaturgesteuerten Lademitteln in Betrieb genommen. Für etliche Produkte, etwa aus dem Pharma-Bereich, sind nur bestimmte ULD-Typen eines Herstellers zugelassen, weshalb das „Cool Management“ sich stark vom klassischen Geschäft unterscheidet. Dem trägt Jettainer mit dem Aufbau eines Cool Centers speziell für die Steuerung von Kühlcontainern nunmehr Rechnung. Bei Kühlcontainern handelt es sich um besonders teure Container, die zudem nicht für andere Lieferungen verwendbar sind. Auch für Pferdetransporte müssen spezielle Container bereit gestellt werden.

 

„Die Steuerung von Kühlcontainer ist ein kleiner, aber sehr komplexer Teil des ULD-Managements. Fehler wären hier mit beträchtlichen finanziellen Schäden verbunden. Dennoch ist der Bedarf der Airlines groß. Dafür haben wir uns gut aufgestellt und sind optimistisch, diesen Service weiter ausbauen zu können“, sagte Carsten Hernig, Geschäftsführer der Jettainer GmbH, vor der Presse in Berlin. Jettainer GmbH verfügt hier über keine eigenen Container, ein Kauf ist auch nicht beabsichtigt, erläuterte Martin Kraemer, Head of Marketing & PR. Derzeit würde an der Entwicklung einer Leichtpalette gearbeitet, die allerdings noch nicht den Ansprüchen hinsichtlich Lebensdauer und Schadensbild genügt: Schließlich muss eine Palette auch mehrmalige Umladungen überstehen. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass man im Interesse der Kunden bemüht ist durch Innovationen Kosten einzusparen.

 

Mit Oman Air Cargo, eine der am schnellstens wachsenden Frachtfluggesellschaften, konnte ein neuer Kunden für die Jettainer GmbH gewonnen werden. Bei Oman Air Cargo kommen moderne Leichtgewicht-Container zum Einsatz, die aus Carbonfasern bestehen und teilweise auch aus recyceltem Material. Damit sollen die CO2-Emissionen durch verringertes Ladegewicht reduziert und zugleich Treibstoff eingespart werden. 600 Aluminium-Container werden durch Leichtgewicht-Container ersetzt.

 

Brussels Airlines mit Sitz in Brüssel, eine Tochter der Lufthansa AG, konnte ebenfalls als neuer Kunde gewonnen werden. Brussels Airlines bedient neben europäischen Destinationen auch solche Destinationen in Afrika und Asien.

 

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.