Geschäftsjahr 2016: ‚THE ONE Grand Show‘ beschert dem Friedrichstadt-Palast Berlin das erfolgreichste Premierenjahr aller Zeiten

Nur dreieinhalb Monate nach der Premiere sind für die ‚THE ONE Grand
Show‘ bereits über 300.000 Tickets verkauft (exakt 304.284). Die glamouröse
Produktion mit 500 Kostümen von Jean Paul GAULTIER sorgt damit bei Karten
und Umsatz für neue Rekorde.

Alle zwei Jahre feiert im Palast eine neue Grand Show Premiere. Solche
Premierenjahre (in geraden Jahreszahlen wie 2014, 2016, 2018) haben
mehrwöchige Schließzeiten für Einbau und Proben der neuen Produktion. Daher sind
Premierenjahre nach Gästen und Umsatz meist schwächer als Wirtschaftsjahre mit
ungeraden Jahreszahlen, in denen das Stück, abgesehen von den Theaterferien,
ohne Schließzeit durchspielt und anderthalb Monate mehr Zeit hat, Umsatz zu
generieren.

Insgesamt besuchten im vergangenen Jahr 468.352 zahlende Gäste das Haus an
der Friedrichstraße. Im Vorjahr waren es 470.072, also nur 1.720 Gäste mehr,
obwohl wegen der Umbaupause 22 Grand Shows weniger gespielt wurden als
2015 (2016: 240 Aufführungen, 2015: 262). Die Jahresauslastung war mit 87,2
Prozent (Vorjahr 83,4 Prozent) die beste aller Premierenjahre.

Zu den Eigenproduktionen kommen rund 200.000 Gäste der Hausvermietungen wie
bspw. der Berlinale hinzu. Mit rund 670.000 Gästen liegt der Palast weiter deutlich
auf Platz 1 der Berliner und auch der deutschen Bühnen.

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr erzielte der Palast Ticketerlöse in Höhe von 22,2
Millionen Euro. 2015 waren es 22,8 Millionen Euro. Zum Beginn der Intendanz von
Dr. Berndt Schmidt 2007 lag der Ticketumsatz noch bei 12,7 Millionen Euro.

Vergleich der Premierenjahre:
2012: 440.296 Gäste; 20,1 Millionen Euro Kartenumsatz; 83,2 Prozent Auslastung
2014: 467.229 Gäste; 21,9 Millionen Euro Kartenumsatz; 86,5 Prozent Auslastung
2016: 468.352 Gäste; 22,2 Millionen Euro Kartenumsatz; 87,2 Prozent Auslastung

Dr. Berndt Schmidt, Intendant und Produzent: „Jean Paul Gaultier übertrifft alles, was
wir bisher gesehen haben. Aber 500 derart irrwitzige und teure Maßanfertigungen,
das hat es auch noch nie zuvor auf einer Bühne gegeben. Nicht in New York und
Paris, auch nicht in Las Vegas. Kein Wunder, dass diese Grand Show der
allabendliche Besuchermagnet der Hauptstadt geworden ist.“
Das sich zu 100 Prozent im Besitz des Landes Berlin befindliche Haus erhielt 2016
Zuwendungen in Höhe von 9 Millionen Euro (davon 1,5 Millionen Euro, die als
Gebäudemiete postwendend zurück ans Land überwiesen werden). Mit den 7,5
Millionen Euro für den reinen Spielbetrieb fördert das Land die Kindershows des
jungen Ensembles mit über 250 Kids zwischen sieben und 16 Jahren sowie den
Erhalt und die Weiterentwicklung der Kunstform Revue. Beim Vergleich mit anderen
öffentlichen Bühnen ist zu beachten, dass der Palast etwa 20 Prozent seiner Kosten
durch Zuwendungen ausgeglichen bekommt und bis zu 80 Prozent selber
erwirtschaften muss. Bei den meisten staatlich geförderten Bühnen ist das Verhältnis genau umgekehrt.
Das 3,5 Millionen Euro-Darlehen beim Senat wurde planmäßig mit 487.980 Euro
Zins und Tilgung bedient. Bis nächstes Jahr wird der Palast den Gesamtbetrag in
Höhe von 4,5 Millionen Euro (inklusive Zinsen) vollständig zurückgezahlt haben.

Text: Friedrichstadt-Palast Berlin ;

Aussenaufnahme Friedrichstadt-Palast zur neuen Show „The Wyld“  Foto: Sonne