Kunden mit Online-Apotheken zufrieden

Online-Apotheken sind bei den Deutschen sehr beliebt. 97 Prozent sind mit ihrem Einkauf von Medikamenten bei Versand-Apotheken zufrieden. 55 Prozent sind sogar sehr zufrieden, wie eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom

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zeigte. Dabei punkten die Online-Apotheken vor allem beim Preis-Leistungsverhältnis. Damit sind 98 Prozent der Kunden sehr bzw. eher zufrieden. Auch in Sachen Qualität und Auswahl der Medikamente (95 Prozent) sowie Liefergeschwindigkeit (93 Prozent) können die Online-Apotheken überzeugen. Lediglich bei der Beratung gibt es für die Apotheken noch Luft nach oben. 26 Prozent sind mit der Beratung der Online-Apotheken zufrieden,

29 Prozent unzufrieden. Weitere 45 Prozent der Befragten machen dazu keine Angaben; etwa weil sie das Beratungsangebot noch nie in Anspruch genommen haben.

„Versandapotheken verbessern die Lebensqualität von Millionen Menschen. Die Online-Bestellung von Medikamenten ist oftmals kostengünstiger als der Weg in die Apotheke und spart darüber hinaus gerade in ländlichen Regionen Zeit und Mühe“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Die pharmazeutische Beratung wird dabei stetig ausgebaut. Hierfür entwickeln Online-Apotheken besonders innovative Ideen wie etwa die Beratung per Video. So können Patienten jederzeit und ortsungebunden fundiert beraten werden“.

Bereits jeder Dritte (33 Prozent) kauft Medizin schon standardmäßig in Online-Apotheken, weitere 6 Prozent kaufen Medikamente für gewöhnlich bei einem Online-Händler wie zum Beispiel Amazon. Ein Viertel der Befragten, die schon einmal Medikamente bei Online-Apotheken gekauft haben, tun dies regelmäßig, ein Drittel manchmal, 23 Prozent selten und 16 Prozent haben bisher erst einmal in der Online-Apotheke gekauft.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe will jedoch den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten verbieten. Hintergrund ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Oktober 2016. Es erklärte die einheitlichen Abgabepreise im grenzüberschreitenden Versandhandel nach Deutschland für unzulässig. Durch das Urteil können ausländische Versandapotheken Medikamente in Deutschland günstiger anbieten als deutsche Apotheken. „Das geplante Verbot des Online-Versandhandels geht an der Versorgungsrealität vorbei und trifft vor allem immobile Patienten. Sie werden dadurch vom einfachsten und günstigsten Weg an ihre Medizin zu kommen, abgeschnitten“, so Rohleder.

Ein größerer Preiswettbewerb im Gesundheitswesen käme dagegen Patienten, aber auch Krankenkassen,. Ärzten und Krankenhäusern sehr zugute. „Der Versandhandel kann eine wichtige Versorgungsalternative sein. Verbote sind der falsche Weg. Der bessere Weg wäre, das gesetzliche Korsett für die in Deutschland ansässigen Apotheken zu lockern. Sie sollten darin unterstützt werden, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen“, sagte R. Rohleder.

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.