Lidl setzt sich für gesunde Ernährung ein

 Lidl ist einer der größten Anbieter von Lebensmitteln mit über einer Milliarde Kunden in Deutschland. Jan Bock, Chefeinkäufer bei Lidl Deutschland, erläuterte die Intentionen des Unternehmens. Zum einen erkranken immer mehr Menschen an Diabetes, zum anderen sind 50 Prozent der Kinder übergewichtig. Dem will Lidl mit seiner Reduktionsstrategie entgegenwirken. Ziel ist es, in Produkten der Eigenmarken den Anteil an zugesetztem Zucker und Salz bis 2025 um jeweils

20 Prozent zu reduzieren.. Das soll nicht auf einmal geschehen, sondern im Laufe der Jahre bis 2025, damit sich die Geschmacksnerven der Kunden an eine leichte Veränderung gewöhnen können.

Beginnen will man bei Produkten, die gerne von Kindern verzehrt werden, wie beispielsweise Frühstückscerealien. Erste Ergebnisse wurden bereits erzielt: Bei dem Artikel „Honey Rings“ wurde der zugesetzte Zucker pro 100 g von 35,1 g auf 23,9 g und somit um rund 30 Prozent gesenkt. In den Salami-Tiefkühlpizzen der Eigenmarke „Trattoria Alfredo“ wurde der Salzanteil pro 100 g bereits um 15 Prozent auf 1,3 g pro 100 g gesenkt.

Jan Bock: „Wir werden unser gesamtes Eigenmarkensortiment überprüfen. Bei der Anpassung orientieren wir uns am Kundenwunsch, dem Geschmacksempfinden und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Lidl übernimmt Verantwortung. Wir wollen nachhaltigster Discounter in Deutschland werden und unterstützen den Ansatz der Bundesregierung, mehr für bewusste Ernährung und Bewegung einzutreten. Damit wollen wir eine Sogwirkung für die Branche in Gang setzen und das Thema in die Mitte der Gesellschaft bringen“.

Zusätzlich zu Information und Aufklärung der Kunden geht Lidl eine Partnerschaft mit diabetes DE – Deutsche Diabetes-Hilfe ein. „Der Anteil fehlernährungsbedingter Krankheiten, wie beispielsweise Diabetes Typ 2, nimmt ständig zu. Die Übernahme gesellschaftspolitischer Verantwortung und Information der Kunden durch Lidl zusammen mit uns als Partner ist daher sehr zu begrüßen“, erklärte Professor Dr. med. Thomas Haak, Vorstandsmitglied bei der Deutschen Diabetes-Hilfe.

Durch Matthias Steiner, dem Olympiasieger und Weltmeister im Gewichtheben, der nach seiner Karriere durch bewusste Ernährung und Bewegung 45 kg abgenommen hat, bekommt er lebhafte Zustimmung. Steiner, selbst an Diabetes Typ 1 erkrankt, beschrieb den Stellenwert von Ernährung und Bewegung wie folgt: „Essen und Bewegung bedeuten Lebensfreude. Dazu braucht man keine strengen Diäten oder einen erhobenen Zeigefinger. Man muss wissen, was man isst und sollte Möglichkeiten zur Bewegung einfach nutzen“.

Dietrich Monstadt, CDU-Abgeordneter im Deutschen Bundestag, erklärte, dass auch die Bundesregierung sich mit dem Thema beschäftigen muss, denn im Jahr 2025 gibt es vermutlich rund 25 Millionen Diabetiker in Deutschland. Es muss sich ein Bewußtsein für den Umgang mit Lebensmitteln entwickeln, das der Handel auch für Menschen unterstützen sollte, die ein schmales Budget haben. Die Bundesregierung hat zur Erforschung einer gesunden Ernährung jährlich 2 Mio Euro zur Verfügung gestellt, damit Diabetes-Erkrankungen und Adipositas zurückgehen. Derzeit sei an eine Zucker- oder Fettsteuer nicht gedacht, sondern man setzt auf die Freiwilligkeit der Menschen.

 

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.