Mehr Jobs in der Logistik

Drohnen, die selbsttätig die Inventur in Lagerhallen durchführen, oder technische Hilfsmittel wie Datenbrillen und intelligente Handschuhe werden die Logistik in den kommenden Jahren verändern. Statt Arbeitsplätze zu vernichten, werden die neuen Technologien für mehr Beschäftigung sorgen. So gehen 43 Prozent der Unternehmen, in denen heute Logistikprozesse stattfinden, davon aus, dass die Anzahl der Beschäftigten in der Logistik in den kommenden zehn Jahren steigen wird. Dagegen erwarten nur

37 Prozent einen Stellenrückgang.

 

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 508 Unternehmen mit Logistikprozessen im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom.

 

Drei Viertel (77 Prozent) der Unternehmen gehen davon aus, dass die Logistik in zehn Jahren ein attraktiver Arbeitgeber für Berufseinsteiger sein wird. „Die Logistik ist heute schon eine der am stärksten digitalisierten Branchen. In den kommenden Jahren aber werden wir in de Logistik geradezu revolutionäre Veränderungen durch die Digitalisierung erleben“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Durch die Digitalisierung der Logistik werden sich die Anforderungen an die Mitarbeiter stark verändern. Aus- und Weiterbildung kommt dabei eine zentrale Rolle zu – dabei sind die Unternehmen ebenso gefordert wie jeder einzelne Mitarbeiter“.

 

Künftig werden vor allem qualifizierte Fachkräfte hervorragende Chancen in der Logistik haben. Zwar gehen 39 Prozent der Unternehmen davon aus, dass die Anzahl der Logistik-Beschäftigten mit einfachen, unterstützenden Tätigkeiten in den kommenden zehn Jahren sinken wird, weitere 24 Prozent rechnen sogar damit, dass sie stark sinken wird. Auf der anderen Seite erwarten aber nur 7 Prozent, dass die Anzahl der Logistik-Fachkräfte mit einer entsprechenden Ausbildung zurückgeht. 58 Prozent sind sicher, dass ihre Zahl steigen wird, weitere 14 Prozent rechnen sogar damit, dass sie stark steigen wird. „Digitalisierung kann ein echter Job-Motor ein, wenn es uns gelingt, die Menschen mitzunehmen. Lernen und Qualifizierung – und zwar nicht nur in der Schule, sondern über das gesamte Berufsleben hinweg – ist dafür der Schlüssel“, sagte Dr. Rohleder. „Unternehmen sollten schon heute dafür sorgen, ihre Mitarbeiter entsprechend fortzubilden und zu qualifizieren“.

 

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.