Museum Barberini eröffnet

Foto: Museum Barberini Frontansicht vom alten Markt / Helge Mundt

In Potsdam wurde am 20. Januar 2017 das rekonstruierte Museum Barberini am Neuen Markt feierlich eröffnet. Nicht nur die Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm daran teil, sondern auch zahlreiche Prominente. Unter den 600 geladenen Gästen wurden unter anderem gesehen Matthias Platzeck, Hartmut Dorgerloh, Günter Jauch, Wolfgang Joop und Bill Gates.

Der Palazzo Barberini wurde im Auftrag von Friedrich dem Großen (dem alten Fritz) von seinem Architekten Carl von Gontard in den Jahren 1771 bis 1772 erbaut. Vorbild war der Palast Barberini in Rom. Bei dem jetzt eröffneten Museum Barberini handelt es sich um eine Rekonstruktion des ehemals klassizistisch-barocken Bürgerhauses, das durch einen Luftangriff im April 1945 zerstört wurde.

In den 17 Ausstellungssälen des Museums Barberini am Neuen Markt in Potsdam werden auf 2.200 Quadratmetern Werke zum Impressionismus und der frühen Moderne aus der Privatsammlung des Mäzens Hasso Plattner gezeigt. Aus weiteren Privatsammlungen und verschiedenen Museen wurden weitere Bilder als Leihgaben zur Verfügung gestellt. Unter anderem sind Gemälde von Edvard Munk, Max Liebermann, Emil Nolde und allein 41 Werke von Claude Monet zu sehen.

Ministerpräsident Dietmar Woidke freute sich, dass mit dem Bau des Museums Barberini nunmehr eine weitere Lücke in der Mitte Potsdams geschlossen wurde. „Dieses Juwel im Herzen unserer Landeshauptstadt wird weit über unsere Landesgrenzen hinaus strahlen“, sagte Woidke bei der Eröffnung des Hauses. Er dankte dem Unternehmer und Wissenschaftler Hasso Plattner, der als Stifter des Museums dazu beitrage, „dass Potsdam weiter an Attraktivität gewinnt“. Woidke zeigte sich überzeugt, dass das Barberini in die Reihe der hochrangigen europäischen Ausstellungshäuser aufsteigen wird.

Das Museum spiegle die unterschiedlichen geschichtlichen Abschnitte der Stadt

und erzähle durch seine Architektur und die Kunstschauen viel über das Leben in Potsdam und in Preußen. Woidke sagte: „Ich bin sicher, dass viele, die bisher die Neugestaltung der alten Mitte kritisch sahen, angesichts dieser Entwicklung positiver gestimmt sein werden. Dieses Haus wird rasch die Herzen der Brandenburger und unserer Gäste erobern. Es wird ein Museum für alle sein mit besonderen Angeboten beispielsweise für Kinder. Sie alle sind hier willkommen“.

Die Ausstellung im Museum Barberini ist vom 23. Januar bis zum 28. Mai 2017 für Besucher geöffnet.

Zuvor war auf dem Neujahrsempfang der Landeshauptstadt der SAP-Gründer Hasso Plattner zum Ehrenbürger von Potsdam ernannt worden. Woidke betonte dabei, Plattner sei ein „Visionär, der seine Talente und Fähigkeiten auch für das Wohl der Gemeinschaft einsetzt“. Plattner verstehe es, Synergien zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur zu erzeugen sowie Lehre und Forschung nutzerorientiert und anwenderfreundlich auszurichten. „Plattners Ideen fallen in Brandenburg auf fruchtbaren Boden. Er zeigt uns, dass Visionen Realität werden können“, erklärte Woidke.

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.