Neuer Präsident

Der Neurophysiologe Professor Dr. Hans-Christian Pape hat Anfang 2018 das Amt des Präsidenten der Alexander von Humboldt-Stiftung übernommen. Professor Pape lehrt und forscht derzeit an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, wo er seit 2004 tätig ist. Der Hirnforscher zählt zu den führenden Experten auf dem Gebiet der neurophysiologischen Grundlagen des emotionalen Verhaltens und der Forschung zu Angst und Angsterkrankungen, Furcht und Furchtgedächtnis. Neben seiner Forschung ist Hans-Christian Pape national wie international in Gremien und Beiräten aktiv. So war er unter anderem Mitglied des Wissenschaftsrates und ist Mitglied der Auswahlkommission des Gottfried Leiniz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

 

Hans-Christian Pape wurde mit einstimmiger Zustimmung des Stiftungsrates der Alexander von Humboldt-Stiftung von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel für fünf Jahre ab dem 1. Januar 2018 in das neue Amt berufen.

 

Hans-Christian Pape
Foto: Humboldt-Stiftung/Mario Wezel

 

Pape wird sich den Herausforderungen seines Amtes stellen, deren es viele gibt. Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. „Wir beobachten seit mehreren Jahren, dass das Interesse an unseren Stipendien steigt, die Anzahl der Stipendien, die wir vergeben können, aber nicht, weil uns die Mittel hierfür fehlen. Mehr Stipendien verleihen zu können, ist deshalb ein Ziel“, so Pape. Zurückgekehrt in ihr Heimatland vermitteln diese Wissenschaftler ein positives Deutschlandbild, was nicht unterschätzt werden sollte. Eine maßgeschneiderter Förderung individuell abgestimmt auf die Wünsche der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie auf ihre Forschungsgebiete ist daher ein weiteres Ziel des neuen Präsidenten.

 

Die Wissenschaft muss sich auch stärker als bislang gesellschaftlichen Herausforderungen stellen. Hierin sieht Pape ein zentrales Thema seiner Präsidentschaft. „Wir dürfen nicht müde werden, Wissenschaft zu fördern als ein Gegenmodell zu geschlossenen Gesellschaften und radikaler Politik, das den Nutzen internationaler Zusammenarbeit und Offenheit beweist“, betonte der Präsident. Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat sich als Brückenbauer zwischen den verschiedenen Ländern bewährt.

 

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.