Olympiade in Pyeong Chang 2018

Bis zuletzt stand alles auf der Kippe. Dann einigten sich ARD und ZDF mit Discovery auf die Senderechte für die Winterspiele. Nun haben die öffentlichen-rechtlichen Sender ihre Pläne für Pyeongchang vorgestellt.

 Überraschend konnten die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF die Übertragungsrechte für die Olympischen Spiegel 2018 aus Pyeong Chang erwerben. Nun gilt es, in wenigen Monaten umfangreiche Vorbereitungen zu treffen, für die man zur Olympiade 2014 in Sotschi rund zwei Jahre Zeit hatte.

Vom 9. bis 25. Februar 2018 werden ARD und ZDF nunmehr im täglichen Wechsel live von den Olympischen Winterspielen berichten. Beide Sender bereiten ein interessantes und abwechslungsreiches Programm vor. ZDF-Chefredakteur Peter Frey erklärte: „Zum einen werden wir Olympia journalistisch kompetent und in höchster Bildqualität begleiten, um anderen nehmen wir dieses Sportfest zum Anlass, in Berichten, Dokumentationen und Reportagen die Region in Ostasien und die politische Situation in Süd- und Nordkorea zu beleuchten. Darüber hinaus bleibt die kritische Aufarbeitung von Sportpolitik und Doping-Themen wichtig“.

Die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele am 9. Februar 2018 wird ab

12 Uhr das Erste, die Schlussfeier am 25. Februar 2018 das ZDF übertragen. Wie schon bei den Olympischen Sommerspielen von Rio de Janeiro 2016 gibt es

360-Grad-Übertragungen im Ski free style und Snowboard sowie Virtual-Reality-Angebote via ZDF-Olympia-App.

„Bei diesen olympischen Spielen arbeiten ARD und ZDF so intensiv zusammen wie noch bei keinem anderen Großereignis je zuvor. Es ist eine extreme Herausforderung, der wir begegnen, aber auf diese Weise gelingt es uns, den finanziellen Aufwand und insbesondere Personal vor Ort zu reduzieren und dabei gleichzeitig nicht auf Qualität in der Berichterstattung verzichten zu müssen. Ich bin sicher, dass wir diese Aufgabe mit unserer gemeinsamen Strategie hervorragend lösen werden“, sagte Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen.

Die Berichterstattung vor Ort wird von einem kleinen Team vorgenommen, weshalb ARD und ZDF in Leipzig ein Nationales Sendezentrum einrichten, in dem Beiträge, Reportagen und News eingespielt werden und von hier aus drei Online-Streaming-Kanäle bedient werden. Auch der Dolmetscher für die Eröffnungsfeier sitzt in Leipzig. Von hier aus gibt es auch den Service für blinde und sehbehinderte Menschen sowie Untertitelung und Gebärdensprache. Das Radioprogramm für rund 26 Millionen Hörer wird aus Halle gesendet.

15 Sportarten, 102 Wettbewerbe und 306 Medaillen: Es ist ein Mammutprogramm, das es zu bewältigen gilt. Durch den olympischen Tag führen bei der ARD Jessy Wellmer und Gerhard Delling; beim ZDF Katrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne, wobei vier Sportarten nur zeitversetzt gesendet werden können. Die Zeitdifferenz zwischen Südkorea und Deutschland beträgt immerhin 8 Stunden. Bekannte Sportlerinnen und Sportler verschiedener Disziplinen werden zugeschaltet und den Berichterstattern als Experten zur Seite stehen.

Zwei Wochen später vom 9. bis 18. März 2018 werden die Paralympics in Pyeong Chang ausgetragen. Rund 670 Athletinnen und Athleten in verschiedenen Disziplinen bewerben sich um 80 Medaillen. Das ZDF überträgt die Wettbewerbe Ski alpin, Ski nordisch, Biathlon und Curling; die ARD Ski alpin, Snowboard, Langlauf, Biathlon und Curling. Die Eröffnungsfeier am 9. März wird live übertragen.

Das Maskottchen der Winterspiele ist ein weißer Tiger, der für Schutz und Sicherheit steht; für die Paralympics ist es ein Schwarzbär.

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.