Partnersuche im Internet

 Jeder zweite Internetnutzer ab 14 Jahren (50 Prozent) ist überzeugt, dass man seine große Liebe online finden kann. Und jeder Vierte (26 Prozent) hat schon einmal Online-Dating-Dienste genutzt. Am populärsten sind kostenpflichtige Angebote wie Parship, eDarling oder Elite-Partner. Zwei von drei Nutzern (67 Prozent) haben sie schon einmal in Anspruch genommen. Danach folgen teilweise kostenlose Online-Flirt-Dienste wie Tinder, Grindr oder Lovoo (28 Prozent), Single-Reisebörsen wie travelark. de, urlaubspartner.net und singelereisen.net (26 Prozent), Single-Foren in sozialen Netzwerken wie örtliche Facebook-Gruppen (15 Prozent) und kostenpflichtige Seitensprungportale wie Ashley Madison, Affaire..com oder meet2cheat (3 Prozent). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage , die Bitkom-Research im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom im Vorfeld des Valentinstages durchgeführt hat. „Online-Dating ist kein Nischenphänomen, sondern für viele Singles ein ganz normaler Weg bei der Partnersuche“, sagte Bitkom-Expertin Julia Miosga.

 

Die Mehrzahl der Nutzer von Online-Dating-Diensten hofft auf die große Liebe. Neun von zehn (89 Prozent) sind im Web auf der Suche nach einem festen Partner. Auf erotische Kontakte sind nach eigenen Angaben dagegen lediglich 7 Prozent aus. Die Nutzer kostenpflichtiger Dienste sind überwiegend bereit, für Partnerbörsen auch größere Beträge auszugeben. Vier von zehn (40 Prozent) gegen an, 30 Euro und mehr im Monat zu zahlen oder gezahlt zu haben. Drei von zehn (30 Prozent) geben oder gaben 20 bis unter 30 Euro aus, weitere zwei von zehn (21 Prozent) weniger als 20 Euro. Das bevorzugte Gerät für Internet-Flirts ist das Smartphone, auf das nahezu jeder zweiter Nutzer (47 Prozent) von Online-Dating-Diensten zurückgreift. Dahinter folgen Tablet (42 Prozent) und Laptop (34 Prozent). Eher selten kommt ein stationärer Desktop-PC (11 Prozent) zum Einsatz.

 

Die große Mehrheit geht zu später Stunde auf Flirtsuche m Internet. Auch von zehn (80 Prozent) nutzen Online-Dating-Dienste abends, 7 Prozent nachts. Morgens

(2 Prozent) und mittags (4 Prozent) sind dagegen eher unübliche Zeiten, um online zu flirten. Die Erfolgsbilanz fällt geteilt aus. Gut jeder vierte (26 Prozent) hat über Online-Dating-Dienste seinen derzeitigen Partner kennengelernt. Bei etwa ebenso vielen (25 Prozent) ging eine zwischenzeitlich gefundene Partnerschaft wieder auseinander. 4 Prozent haben über Online-Dating einen erotischen Kontakt gehabt. 43 Prozent fanden dagegen weder einen festen Partner noch einen erotischen Kontakt.

 

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press