Sonntag ist Halbmarathon

 Der diesjährige Halbmarathon, veranstaltet vom SCC Events, startet am 2. April 2017 in der Karl-Marx-Allee in Höhe von Cafè Moskau. Es ist die erste wichtige Veranstaltung im Frühjahr. Erwartet wird ein schnelles Rennen, denn das Wetter ist gut, die Läufer sind gut und die Strecke ist gut, denn das Bezirksamt Mitte hat schnell noch einige Löcher gestopft. Inzwischen ist der Halbmarathon nicht mehr der kleine Bruder vom großen Marathon, denn ein riesiges Teilnehmerfeld mit rund 37.000 Läuferinnen und Läufern wird erwartet. Es ist der größte Halbmarathon in Deutschland.

 

Die Favoriten kommen auch diesmal aus Kenia: David Kogei hätte den Berliner Halbmarathon 2015 fast gewonnen, doch der Äthiopier Birhanu Legese kam knapp vor ihm ins Ziel. Seine immer noch aktuelle Bestzeit von erzielte Kogei damals mit 59:46 Minuten. Gilbert Masai kam in Kopenhagen auf 59:31 Minuten und Daniel Chebii lief mit 59:49 Minuten ebenfalls schon unter einer Stunde, die er auch jetzt erreichen will.

 

Philipp Flieger vom LG Tells Finanz Regensburg lief bei den Olympischen Spielen im Marathon als bester Deutscher auf Platz 55. Im Halbmarathon ist seine Bestzeit bisher 63:51 Minuten, die sich noch steigern lässt. Er hat in der Vorbereitung sehr lange Trainingsläufe gemacht und fühlt sich gut. Marathon möchte er aber auch weiterhin laufen.

 

Der aus Äthiopien stammende Homiyu Tesfaye (Eintracht Frankfurt) galt bis 2015 als große deutsche Hoffnung für den Mittel- und Langstreckenbereich. Jetzt will der 23jährige auf der für ihn ungewohnten Strecke in Berlin laufen. Bisher nahm er nur einmal an einem Halbmarathon teil und wurde bei den Deutschen Meisterschaften in Griesheim Sechster mit 67:17. In Berlin hofft er auf eine Zeit um 61 Minuten, denn er hat über den Winter viele Trainingsläufe absolviert.

 

Bei den Frauen startet Cynthia Kosgei (Kenia), die vor zwei Jahren den Berliner Halbmarathon mit ihrer Bestzeit von 70:52 Minuten gewonnen hatte, vor ihrer früheren Landsfrau Elizeba Cherono, die inzwischen für die Niederlande startet. Zuletzt siegte Cherono in 70:43 Minuten. Edith Chelimo, ebenfalls aus Kenia, gewann im vergangenen Jahr drei ihrer vier Halbmarathonrennen. Sie hat eine Bestzeit von 69:45 Minuten.

 

2009 hatte Sabrina Mockenhaupt (LT Haspa Marthon Hamburg) den Berliner Halbmarathon mit 68:45 Minuten gewonnen. Nach mehreren Verletzungspausen dient der 36jährigen das Rennen am Sonntag in erster Linie als Standortbestimmung.

 

Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt) lief ihre Halbmarathon-Bestzeit von

72:55 Minuten vor einem Jahr in Barcelona. Um beim Weltmeister-Marathon im August in London dabei sein zu können, muss sie 73:15 Minuten laufen. Daher will sie am Sonntag ihre persönliche Bestzeit erreichen. Mona Stockhecke (LT Haspa Marathon Hamburg) peilt eine persönliche Bestzeit an. In Berlin lief sie vor einem Jahr mit 74:20 auf Rang neun.

 

 

 

Bekannte Namen sind bei den Inlineskatern am Start, darunter ein argentinischer Weltmeister. Felix Rijhen (Powerslide/Matter Racing Team Darmstadt) hat in Portugal und Zypern trainiert und hofft auf einen Podiumsplatz. Katharina Rumpus vom gleichen Team möchte als Erste ins Ziel kommen.

 

Auch für die Inlineskater soll es am Sonntag gutes Wetter geben: Am Start etwa

10 Grad Celsius, teilweise bewölkt, aber trocken; später eine Höchsttemperatur von 18 Grad Celsius.

 

34.004 Läuferinnen und Läufer aus 106 Ländern haben sich für den Halbmarathon angemeldet; dazu kommen 1.512 Inlineskater sowie 16 Handbiker und vier Rollstuhlfahrer. Rund ein Drittel der Teilnehmer kommt aus dem Ausland, 12.466 kommen aus Berlin, das restliche Drittel kommt aus den Bundesländern.

 

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.