Sport auf dem Lande

 Sportvereine leisten nach den Worten von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke gerade in ländlichen Regionen einen unverzichtbaren Beitrag für das gesellschaftliche Miteinander. „Sport steht bei ihnen natürlich im Vordergrund, aber oft gehen von den Vereinen auch Initiativen zur Ortsentwicklung aus“, sagte der Ministerpräsident bei der Grundsteinlegung für die multifunktionale barrierefreie Begegnungsstätte des Lausitzer Golfclubs in Neuhausen/Spree (Landkreis Spree-Neiße), die auch anderen Vereinen und Initiativen offen stehen wird. „Das gilt auch für den Lausitzer Golfclub, der mit Fug und Recht als Motor des gesellschaftlichen Lebens in der Gemeinde gilt“.

 

Woidke würdige insbesondere dass ausschließlich Ehrenamtliche das Vereinsleben organisieren. „Die Landesregierung unterstützt dieses Engagement in enger Zusammenarbeit mit dem Landessportbund über den „Goldenen Plan Brandenburgs“. Die darauf stammenden Fördermittel in Höhe von zirka

300.000 Euro für die neue Begegnungsstätte sind gut angelegtes Geld, um das Vereins- und Jugendleben in der Gemeinde noch attraktiver zu machen“.

 

Der Lausitzer Golfclub kooperiert mit der Gemeinde, dem BWS-Behindertenwerk GmbH in Spremberg, der Feuerwehr, dem Dorfclub sowie der Volkssolidarität. Gegenwärtig baut der Verein die Zusammenarbeit mit einem polnischen und einem tschechischen Golfclub auf. Er pflegt Kontakte zu weiteren Sportvereinen und bietet Kinder- und Jugendcamps an.

 

Der Verein hat knapp 300 Mitglieder, darunter auch eine Jugendmannschaft. Für den Golfer-Nachwuchs wird wöchentlich ein kostenfreies Jugendtraining angeboten. Als Beispiel für die engagierte Arbeit des Vereins zählt der sportliche Erfolg des 29jährigen Paul Neumann, der im vergangenen Jahr bei der Weltmeisterschaft der Gehörlosen in Kopenhagen mit der Deutschen Mannschaft den 2. Platz errang.

 

Der Fußballverein SG Eintracht Peitz im Landkreis Spree-Neiße wird von der Landesregierung Brandenburg ebenfalls unterstützt, und zwar beim Bau eines Zauns. Ministerpräsident Dietmar Woidke übergab einen Zuwendungsbescheid aus Lottomitteln über knapp 12.280 Euro. Der Verein kann damit eine Auflage des Fußball-Landesverbandes erfüllen, der für den weiteren Spielbetrieb aus Sicherheitsgründen die Einfriedung des Sportplatzes verlangt.

 

Die Fördermittel kommen von der Staatskanzlei, dem Sportministerium und dem Ministerium für ländliche Entwicklung zu je gleichen Teilen. Allein die Materialkosten für den Bau des Zaunes betragen rund 14.500 Euro. Einen Teil davon bringt das Amt Peitz auf. Den Bau des Zaunes übernehmen die Vereinsmitglieder in Eigenleistung.

 

Bei Nichterfüllung der Auflage zum Bau des Zauns würde dem Verein die Sperrung des Spielbetriebs drohen. Woidke sagte: „Das wollen wir verhindern und helfen deshalb gerne mit Lottomitteln. Der Verein hat sich diese Unterstützung redlich verdient. Wir möchten mit dem Zuschuss ausdrücklich das starke ehrenamtliche Engagement der vielen Aktiven der SG Eintracht Peitz würdigen. Die Spieler und Fans der Eintracht bereichern das soziale und gesellschaftliche Leben der Region. Das verdient unsere Anerkennung“.

 

Die SG Eintracht Peitz wurde 1862 als Männerturnverein gegründet und wird seit 1922 als Fußballverein geführt. Aktuell hat der Verein knapp 130 Mitglieder. Es gibt sechs Junioren- und drei Männermannschaften. Die 1. Mannschaft spielt in der Landesklasse Süd und wurde dort in der vergangenen Saison Vizemeister und „Fairplay-Sieger“.

 

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.