Studium oder betriebliche Ausbildung?

Am 3. April 2017 startet landesweit „Zukunftstour Jugend – Nachwuchs gesucht“. Deshalb ruft der Ministerpräsident des Landes Brandenburg Dietmar Woidke Jugendliche auf, sich frühzeitig über Ausbildungs- und Studienplatzangebote zu informieren und sich dann eventuell auch überregional zu bewerben.

 

Woidke berichtete: „Die Situation für junge Menschen auf dem Ausbildungsmarkt ist aktuell so gut wie nie. Sie haben beste Jobmöglichkeiten in der Heimat Brandenburg. Viele Betriebe suchen händeringend Fachkräfte der Zukunft – mit und ohne Abitur. Das spiegelt sich auch in der sehr niedrigen Arbeitslosigkeit junger Menschen wider, die im März 2017 im Vergleich zum Vormonat um 320 auf knapp 6.500 sank“.

 

Erste Stationen der neuen Tour mit dem Schwerpunkt „Übergang vom Abitur zum Studium“ sind am Montag Pritzwalk und Brandenburg an der Havel. Woidke besucht im weiteren Verlauf zahlreiche Schulen in allen Regionen Brandenburgs, die das Abitur anbieten, sowie alle Hochschulen des Landes. Der Ministerpräsident hatte 2015/16 Oberschulen und Ausbildungsbetriebe besucht und dort Gespräche zum Thema Berufsorientierung geführt.

 

Der beruflichen Ausbildung und einem Fachstudium komme mehr den je eine „Schlüsselrolle bei der Fachkräftesicherung zu“, betonte Woidke. Die Wirtschaft müsse wissen, dass Ausbildung heute die Unternehmens-Chancen für morgen sichere. Es sei daher ebenso von großer Bedeutung, wie junge Menschen möglichst zielgenau auf ihre Ausbildung an Universitäten und Hochschulen vorbereitet würden.

 

Woidke sagte weiter: „Die Angebote für Ausbildungsplätze sind regional unterschiedlich verteilt. Es ist deshalb wichtig, dass die Jugendlichen mobil sind. Und die Unternehmen müssen ihren Nachwuchs ebenso überregional suchen und vor allem auch denjenigen eine Chance geben, die auf den ersten Blick vielleicht nicht die „Traum-Azubis“ sind. Um es kompakt zu sagen: Topf und Deckel müssen zusammenkommen“.

 

Brandenburg kann in diesem Jahr von zirka 19.000 Schulabgängern ausgehen. Davon entscheiden sich etwa 10.000 für eine berufliche Ausbildung und 9.000 für ein Studium.

 

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.