Überraschung beim Halbmarathon

 Rund 250.000 Zuschauer säumten bei kühlem, aber trockenem Frühlingswetter die Marathon-Strecke und feuerten die Läuferinnen und Läufer an.

 

Siegerin bei den Frauen beim 37. Berliner Halbmarathon wurde Joan Melly aus Kenia mit 68:45 Minuten. Als letzte Topläuferin nachgemeldet, war sie als Erste im Ziel. Zweite wurde ihre Landsfrau Edith Chelimo, die nach 68:57 Minuten im Ziel war. Als Dritte folgte die Titelverteidigerin Elizeba Cherono (Niederlande) mit 70:43 Minuten.

 

Bei den Männern siegte der Kenianer Gilbert Masai in 59:57 Minuten vor seinen Landsleuten Vincent Kipchumba und Reuben Limaa, die nach 60:32 bzw. 61:43 im Ziel waren.

 

Die Ergebnisse der deutschen Topläufer waren recht unterschiedlich: Der 1.500-m-Spezialist Homiyu Tesfaye (Eintracht Frankfurt) wurde mit einer deutschen Jahresbestzeit von 62:58 Minuten Siebenter und erreichte damit auch seine persönliche Bestzeit. Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) wurde Neunter mit 64.04 und verpasste damit seinen persönlichen Rekord.

 

Nach vielen Verletzungen in den zurückliegenden Monaten meldete sich Sabrina Mockenhaupt (LT Haspa Marathon Hamburg) mit 72:11 Minuten zurück. Sie kam als beste Deutsche als Achte ins Ziel und lief ebenfalls eine deutsche Jahresbestzeit. Neunte mit 73:25 wurde Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt). Damit konnte sie ihr Ziel, die Qualifikation für die Teilnahme am Weltmeisterschafts-Marathon zu erlangen, nicht erreichen. Dafür wäre eine Zeit von 73:15 erforderlich gewesen.

 

Bei den Inlineskatern stellte der Franzose Ewen Fernandez einen neuen Streckenrekord auf. Mit 30:11 Minuten lag er fast 30 Sekunden unter der bisherigen Rekordzeit. Der bisherige Streckenrekord lag bei 30:36 Minuten, aufgestellt durch den Niederländer Gary Hekman im Jahr 2016. Fernandez und Bart Swings aus Belgien führten das Rennen nach der Hälfte der Strecke im Alleingang an; das Ziel erreichte jedoch Fernandez als Erster.

 

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.