Verletzungen im Skiurlaub vermeiden

Derzeit meint es der Wettergott mit den Skiurlaubern nicht besonders gut. Nur in den höheren Lagen der Alpen ist Wintersport uneingeschränkt möglich. Doch sicher ist, das sich das Anfang des neuen Jahres ändern wird. Deshalb macht die Barmer GEK darauf aufmerksamm dass jeder sein Verletzungsrisiko deutlich reduzieren kann.

Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer, erläuterte: „Kalte Muskeln sind verkürzt und reißen bei ungewohnten Bewegungen schneller ein. Skifahrer sollten daher ihre Beinmuskulatur mindestens fünf Minuten durch Dehnübungen erwärmen. Gut durchblutete Muskeln stabilisieren die Kniegelenke und schützen so vor Verletzungen“. Sie empfiehlt, sich nicht schon im Tal, sondern erst unmittelbar vor der ersten Abfahrt aufzuwärmen, da die Muskulatur im Lift schnell wieder auskühlt, insbesondere wenn längere Zeit auf den Lift gewartet werden muß.

Wer zusätzlich auf Nummer sicher gehen will, achtet bereits ein bis zwei Monate vor dem Skiurlaub verstärkt auf seine Fitness. Schließlich strapazieren rasante Abfahrten Muskeln und Gelenke. „Viele Hobbyfahrer überschätzen ihre Fähigkeiten und steigen nur unzureichend trainiert auf die Bretter. Dabei hilft ein guter Trainingszustand, den Körper stabil zu halten, was das Verletzungsrisiko zusätzlich verringert“, so Dr. Marschall.

Kopfverletzungen sind im Skisport zwar seltener als Knieverletzungen, dafür aber schwerwiegender, wie der Unfall von Michael Schumacher gezeigt hat. Bei Kollisionen oder Stürzen kann es zu Schäden-Hirn-Traumata unterschiedlicher Schwere kommen. Gehirnerschütterungen sind genauso denkbar wie eine Fraktur. „Wie eine kanadische Studie zeigt, reduzieren Helme das Risiko von Kopfverletzungen um durchschnittlich 35 Prozent“, erklärte Dr. Marschall. Dabei ist es wichtig, sich einen gut sitzenden Helm zuzulegen. Denn nur dann wird er auch getragen und kann den Kopf schützen.

 

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.