Wassermanagement aufgrund des Klimawandels

Die Ostsee bei Cottbus soll auch weiterhin geflutet werden. Mit den kühleren Witterungsbedingungen reduzierten sich zwar die Verdunstungsverluste, es fehlt jedoch weiter der Regen. Im Spreegebiet unterhalb der Talsperre Spremberg kann wieder die normale Flussbewirtschaftung durchgeführt werden. Dies ermöglicht auch, dass nun – je nach verfügbarem Wasserdargebot – über Wasserabgaben in den Cottbusser Ostsee entschieden wird. Allerdings lassen die mangelnden Niederschläge derzeit nur geringfügige Mengen zu.

 Die Situation im Oberlauf der Spree und an der Schwarzen Elster ist weiterhin angespannt und macht das Fortbestehen der Ad-hoc-AG „Extremsituation“ notwendig.

Die kühleren Witterungsbedingungen führten zuletzt in der Spree am Unterpegel Leibsch zu einem Abfluss zwischen 6 und 7 Kubikmeter pro Sekunde. Damit liegt der Abfluss immer noch deutlich unter dem mittleren Abfluss für den Monat Dezember von 17,2 Kubikmetern pro Sekunde. Da die Talsperre Spremberg das Winterstauziel von 91,80 Meter NHN (Normalhöhennull) in den letzten Tagen erreicht hat und die Mindestabflüsse im unteren Spreegebiet sicher eingehalten werden, greift wieder die normale Bewirtschaftung. In den Cottbuser Ostsee können daher aktuell 500 Liter pro Sekunde zur Stabilisierung der Böschungen eingeleitet werden. Im oberen Einzugsgebiet der Spree (Sachsen) wird die hydrologisch-meteorologische Situation prioritär für eine weitestgehende Wiederauffüllung der Talsperren und Bergbauspeicher genutzt. 

An der Schwarzen Elster ist die Lage unverändert angespannt. Die Schwarze Elster führt zwar wieder auf einem sehr niedrigen Niveau durchgehend Wasser, mit den ausbleibenden Niederschlägen fehlen jedoch die Reserven zur Stützung. Unterhalb von Senftenberg am Pegel Biehlen 1 beträgt der Abfluss etwa 0,7 Kubikmeter pro Sekunde. Der mittlere Abfluss für diesen Pegel liegt im November normalerweise bei rund 2,94 Kubikmetern pro Sekunde. Der Abfluss am Pegel Biehlen 1 wird im Wesentlichen mit Wasser aus der Grubenwasserreinigungsanlage Rainitza gestützt. Der Wasserstand im Speicher Niemtsch stagniert aktuell bei 98,46 Metern NHN. Der See ist zurzeit aufgrund von Sanierungsarbeiten für jegliche Nutzung gesperrt. Für die Durchführung der bis zum 31. März 2020 anstehenden Sanierungsarbeiten ist im See ein Wasserstand von 98,50 Metern NHN erforderlich, worauf vorrangig alle Bewirtschaftungsmaßnahmen ausgerichtet sind.

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.