Weltkrebstag am 4. Februar 2017

 Mit Blick auf den Weltkrebstag am 4. Februar 2017 erklärte Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa): „Neue Medikamente, mit denen Krebspatienten besser behandelt werden können, haben für die forschende Pharmaindustrie weiterhin hohe Priorität. Denn Krebserkrankungen sind hierzulande die zweithäufigste Todesursache und in einigen anderen Ländern Europas sogar die häufigste“.

Fast 2.000 Medikamente befinden sich derzeit weltweit in der Erprobung in Studien – viele davon erstmalig, andere erneut, um sie auch für weitere Krebsarten einsetzbar zu machen. „Mit der Entwicklung neuer Medikamente kann die Pharmabranche einen Beitrag dazu leisten, Betroffenen Hoffnung zu geben und andere vor Krebserkrankungen zu bewahren“.

„In den letzten Jahren konnten Patienten zum Teil schon erhebliche Fortschritte in der Behandlung ihrer Krankheit erfahren, etwa solche mit Melanom, Brust- und Prostatakrebs oder bestimmten Leukämien und Lymphomen“, so Fischer weiter. Immer mehr Menschen überleben ihre Krebserkrankung; zwei Drittel von ihnen kehren wieder ins Arbeitsleben zurück.

2016 wurde das Arsenal der Mittel gegen Krebs in Deutschland um zehn neue Medikamente erweitert (ein elftes wurde nach kurzer Zeit aus wirtschaftlichen Gründen wieder vom Markt genommen). Dazu kamen vier neue Darreichungsformen und neun Zulassungserweiterungen für weitere Krebsmedikamente. Die Therapiemöglichkeiten könnten schon bald weiter ausgedehnt werden: Für 27 Medikamente haben Unternehmen bei der europäischen Arzneimittelagentur EMA die Zulassung beantragt, vier sind bereits zugelassen, werden nur noch nicht vermarktet.

Da hinter dem Sammelbegriff „Krebs“ mindestens 200 verschiedene Krankheiten stehen, die großenteils eine unterschiedliche Therapie erfordern, verfolgt die Pharmabranche eine große Anzahl an Projekten. Auch die Kombination von mehreren Medikamenten bei der Behandlung von Krebs hat sich bewährt.

Viele Pharma- und Biotech-Unternehmen arbeiten in ihren deutschen Labors an neuen Krebsmedikamenten, darunter sind elf vfa-Mitgliedsfirmen. Die Erprobung von Krebsmedikamenten in letzten Studien vor der Zulassung erfolgen fast immer in deutschen Kliniken und Arztpraxen. So haben Pharma-Unternehmen allein im Jahr 2015 rund 150 neue klinische Studien zur Krebstherapie begonnen, an denen auch deutsche medizinische Einrichtungen beteiligt waren.

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.