Wichtiger Wirtschaftsfaktor

Jährlich holen die Brandenburger Fischer und 4.000 Tonnen Speisefisch aus Seen, Flüssen und Teichen mit einer Gesamtfläche von rund 75.000 Hektar.

Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte: „Das ist bundesweit Spitze und mit einem Erlös von etwa drei Millionen Euro gerade für die Entwicklung in den ländlichen Regionen wertvoll“.

Zusammen mit dem EU-Kommissar Karmenu Vella besuchte er die Fischerei Köllnitz bei Storkow und wies darauf hin, dass sich nach erheblichen Einbrüchen in der Wendezeit dieser Wirtschaftszweig in den vergangenen Jahrzehnten erholt und deutlich stabilisiert hat.

Der EU-Kommissar war auf Einladung von Agrarminister Jörg Vogelsänger sowie des

Jörg Vogelsänger  Foto: © Günter Meißner
MEDIENINFO-BERLIN

Landesfischereiverbandes nach Brandenburg gekommen. Es ist der erste Besuch eines für Fischerei zuständigen EU-Kommissars im Land Brandenburg. Vella besichtigte gemeinsam mit Woidke und Vogelsänger sowie Vertretern von Landesfischerei- und Landesanglerverband die Fischerei Köllnitz an der Groß Schauener Seenkette, das Teichgut Peitz und das Institut für Binnenfischerei in Potsdam-Sacrow.

 

Woidke betonte: „Die Binnenfischerei ist seit vielen Jahrhunderten eng mit der Brandenburger Entwicklung verbunden. Die Landesregierung bekennt sich klar zur Unterstützung dieses traditionellen Berufsstandes und Wirtschaftszweiges“.

Ministerpräsident Dr.Dietmar Woidke Foto: © Günter Meißner

Woidke zufolge wurde die Entwicklung des Binnenfischereiwesens zu einem erheblichen Teil erst durch die finanzielle Unterstützung der EU möglich. Die EU habe die Modernisierung von Betrieben ebenso gefördert wie die Forschung oder Investitionen in die Vermarktung. Auch Besatzaktionen zur Sicherung des Bestandes verschiedener Fischarten wären ohne EU-Hilfen so nicht möglich gewesen.

 

Woidke mahnte zugleich, das Geschaffene nicht im Widerstreit unterschiedlicher Interessen aufs Spiel zu setzen. Selbstverständlich habe der Schutz der Natur und gefährdeter Arten seine volle Berechtigung. Wenn aber Kormorane in den Fischzuchten wilderten und Biber Teichanlagen unterhöhlten, sei es „Aufgabe verantwortungsvoller Politik, die Interessen des Natur- und Artenschutzes mit denen einer jahrhundertealten Fischerei- und Kulturtradition in Einklang zu bringen“.

 

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.