Bahn reduziert Geschwindigkeit

 Um Schäden an ihren Fahrzeugen zu vermeiden, reduziert die Deutsche Bahn (DB) die Höchstgeschwindigkeit der ICE-Züge auf 200 km/h. Der von den Meteorologen angekündigte Wintereinbruch mit starkem Schneefall in vielen Teilen Deutschlands läßt die Bahn Vorsorge treffen, um Verspätungen und Zugausfälle durch Flug von Eisklumpen und Schotter zu vermeiden. Für die Fahrgäste auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken im Fernverkehr ergeben sich dadurch Fahrzeitverlängerungen von 10 bis 20 Minuten.

Schotterflug entsteht, wenn während der Fahrt Eisklumpen vom Zug auf das Gleisbett herabfallen. Dabei werden insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten Schottersteine aufgewirbelt, die an den Unterböden der Fahrzeuge Schäden verursachen und zu Zugausfällen führen können.

Die wirksamste betriebliche Maßnahme gegen Schotterflug ist eine präventiv auf 200 km/h reduzierte Geschwindigkeit. Im Regelfall fahren die ICE-Züge mit Höchstgeschwindigkeiten von 230 bis 300 km/h.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung wird flächendeckend eingeführt, da die Eisklumpen in der Regel auf wärmeren Streckenabschnitten abfallen, nachdem der Zug vorher auf einer Strecke mit geschlossener Schneedecke unterwegs war und nun entsprechende Anhaftungen aus Schnee und Eis bestehen.

Die Reduzierung betrifft folgende Strecken:

Hamburg-Berlin

Hannover-Berlin

Hannover-Würzburg

Mannheim-Stuttgart

Köln-Frankfurt/Main

Nürnberg-Ingolstadt-München

Erfurt-Halle (Saale)/Leipzig

Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass durch Geschwindigkeitsreduzierungen ein deutlich stabilerer Zugverkehr sichergestellt werden kann.

Die Reisenden werden gebeten, sich vor Antritt ihrer Fahrt über bahn.de/liveauskunft, den DB Navigator, m.bahn.de oder die zentrale Service-Nummer 0 180 6 99 66 33 über ihre Verbindung und die Fahrzeiten zu informieren.

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.