Wölfe in der Landesvertretung

 In der Landesvertretung Brandenburg in Berlin wurde die Ausstellung „Die Wölfe sind zurück“ des Künstlers Rainer Opolka aufgebaut. Bis zum 19. Februar 2017 werden acht der jeweils über zwei Meter großen bronzenen bzw. eisernen Wölfe des Brandenburger Künstlers präsentiert. Die Kunstausstellung zeigt in den unterschiedlichen Wolfsfiguren die bedrohliche Fratze von Fremdenfeindlichkeit, Hass und Gewalt.

Rainer Opolka erklärte: „Letztlich soll die Kunst-Aktion auch deutlich machen, das wir in unserem Land Bedingungen schaffen müssen, unter denen niemand mehr hassen muss. Das Übel an der Wurzel zu fassen heißt: Nicht nur Verbitterung, Hass und Gewalt bekämpfen, sondern die Krise als Aufforderung begreifen, an einer Gesellschaft zu bauen, die der sozialen und politischen Spaltung entgegenwirkt. Aus alledem resultiert dann das Wachstum der Menschen als Brandmauer gegen Hass und Gewalt. Nur dies, und nicht dumpfe Abgrenzung, kann das Ziel einer demokratischen Gesellschaft sein“.

Staatssekretär Martin Gorholt, Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund, dankte Rainer Opolka für die Möglichkeit, einige seiner Wölfe auch in der Landesvertretung zu zeigen. Er sagte: „Die Landesregierung unterstützt das Anliegen der Ausstellung, sich gegen Fremdenfeindlichkeit, Hass und Gewalt zu positionieren, aus vollem Herzen. Die beeindruckenden Wölfe lassen einen erschauern und rufen geradezu dazu auf, sich für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Demokratie zu engagieren“.

Die zunehmende Gewalt gegen Flüchtlinge inspirierte den in Storkow lebenden Unternehmer, Autor und Künstler zu seinen Skulpturen, die bereits im August 2016 auf dem Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof Berlin, in Rathenow, in Dresden und vor dem Landtag in Potsdam gezeigt wurden. Opolka will zusammen mit seinem Zwillingsbruder Harald zwei Jahre lang durch Deutschland touren und möchte seine Wölfe in diesem Jahr in Düsseldorf, Köln, Bremen und Hamburg ausstellen.

Inzwischen existieren etwa 80 Skulpturen aus Gusseisen, Messing oder einige auch aus Messing, die wischen 1,50 und zwei Metern hoch sind und zirka 250 Kilogramm wiegen. Die bedrohlichen Skulpturen sollen Hass und Gewalt symbolisieren.

Seine Intentionen erläuterte Rainer Opolka wie folgt: „Die Grundidee zur Kunstinstallation war es, darzustellen, was passiert, wenn soziale Strukturen zerbrechen und sich Hass und Gewalt in einer Gesellschaft ausbreiten. Ich möchte zum Nachdenken und zur Diskussion anregen sowie irre geleiteten Bürgern einen Spiegel vorhalten. Dem Hass folgt die Gewalt. Wo gehetzt wird, wird schließlich auch getreten“.

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.