Zusammenarbeit zwischen Brandenburg und Niederschlesien

In Breslau unterzeichneten Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Marschall Cezary Przybylski von der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien (Dolny Slask) eine Gemeinsame Absichtserklärung über die bilateriale Zusammenarbeit. „Brandenburg und Niederschlesien bringen damit zum Ausdruck, dass ihnen eine vertiefte Zusammenarbeit sehr am Herzen liegt“, sagte Woidke, der auch Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit ist.

 

Der Ministerpräsident erklärte: „Vor dem Hintergrund der ohnehin bereits guten Kontakte ist es ein logischer Schritt, dass wir heute mit der „Gemeinsamen Absichtserklärung über die Zusammenarbeit zwischen dem Land Brandenburg und der Woiwodschaft Niederschlesien“ unsere gewachsene Partnerschaft auf eine neue formale Stufe heben. Im Jubiläumsjahr der deutsch-polnischen Beziehungen kann es fast kein schöneres Zeichen für unsere starke freundschaftliche Verbindung geben. Regionale Zusammenarbeit ist und bleibt ein stabiles Fundament der deutsch-polnischen Zusammenarbeit“.

 

Woidke sagte weiter: „Für uns sind vor allem auch der Jugendaustausch und Begegnungen wichtige Pfeiler. Brandenburg fördert seit 2015 Schulfahrten in Verbindung mit Gedenkorten nach Polen. Gerade im niederschlesischen Kreisau können junge Menschen viel über die deutsch-polnischen Beziehungen erfahren“.

 

Zudem haben sich Berlin und Brandenburg für die Einführung des so genannten Kulturzuges stark gemacht, der Berlin, Cottbus/Lausitz mit der europäischen Kulturhauptstadt 2016 Breslau, verbindet und sehr gute Fahrgastzahlen verzeichnet.

 

Marschall Przybylski betonte: „Brandenburg und Niederschlesien verbindet bereits die Oder-Partnerschaft. Mit der heute unterzeichneten „Gemeinsamen Erklärung“ wollen wir unsere Beziehungen weiter ausbauen. In den Bereichen effizienter Energieeinsatz und Wissenschaft klappt das schon sehr gut und auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit eint uns zunehmend“.

 

Die Zusammenarbeit soll, so steht es in der Absichtserklärung, in den Bereichen Verkehr, Raumordnung, Wirtschaft- und Energiepolitik, Arbeitsmarktpolitik, Bildung, Sport, Kultur, Soziales und Gesundheit verstärkt werden.

 

Vor der Unterzeichnung der Absichtserklärung hatte Ministerpräsident Woidke am Willy-Brandt-Zentrum in Breslau einen Vortrag zum Stand der deutsch-polnischen Beziehungen 25 Jahre nach Unterzeichnung des Nachbarschaftsvertrages gehalten.

„Das deutsch-polnische Verhältnis ist vertrauensvoll und freundschaftlich und so gut, wie wohl nie zuvor. Was vor 25 Jahren bestenfalls als hoffnungsvoller Schimmer am Horizont erschien, ist Realität geworden“, führte Woidke aus. Er gab seiner Überzeugung Ausdruck, dass „wir allen Grund haben, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen, eingebettet in die stabile und vertrauensvolle Gemeinschaft der EU-Mitgliedstaaten“. Zudem würdigte Woidke die vielfältigen Wissenschaftskooperationen und die Pläne, eine gemeinsame deutsch-polnische Fakultät an der Oder zu gründen.

 

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.