“Unverhältnismäßige Eskalation”: Verdi bestreikt Montag die BVG

Im Windschatten bundesweiter Aktivitäten ruft Verdi in Berlin zu einem Warnstreik gegen die BVG auf, obwohl die Verhandlungen in Berlin noch ganz am Anfang stehen und einem gemeinsam verabredeten Fahrplan folgen. Wie mehrfach betont, sind fokussierte und realistische Forderungen die Grundvoraussetzung für zielführende Verhandlungen.
Die BVG ist eine der attraktivsten Arbeitgeberinnen in der Metropolregion und der gesamten Branche. Als erstes und aktuell einziges Unternehmen der Branche hat man gemeinsam in den letzten Jahren die Wochenarbeitszeit schrittweise auf 37,5 Stunden pro Woche gesenkt. Ziel der BVG ist es, im Sinne der Mitarbeitenden mehr Flexibilisierung in die Arbeitszeitmodelle zu bekommen und individuelle Wahlmöglichkeiten zu schaffen.
Richtig ist, dass das Unternehmen das historisch hohe Ergebnis der Entgeltrunde 2025 stemmen muss. Es ist in den Revisionsverhandlungen gelungen, die daraus resultierenden Mehrkosten für Personal von rund 140 Millionen Euro pro Jahr langfristig und nachhaltig über den Verkehrsvertrag, und damit Landesmittel, aufzufangen. Da ist in diesem Jahr kaum Spielraum vorhanden, weshalb gemeinsam über nachhaltige Maßnahmen zur Entlastung der Mitarbeitenden gesprochen werden muss, ohne die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens zu gefährden.
Die BVG hat bisher keine der zahlreichen Forderungen zurückgewiesen, sondern steht im Rahmen der Verhandlungen weiterhin für Gespräche am Verhandlungstisch zur Verfügung.
Die BVG appelliert an die Gewerkschaft, den Streikaufruf für Berlin in der aktuellen Ausnahmesituation zurückzunehmen.
Angesichts der aktuellen Extremwetterlage und der weiterhin bestehenden Herausforderungen, insbesondere im Straßenbahnbetrieb, gefährdet die Arbeitsniederlegung den Tramverkehr in Berlin auch über den Streiktag hinaus und wirkt sich massiv auf unsere Fahrgäste aus. Rechtliche Schritte werden aktuell geprüft.
Mehr in dem Statement von heute, 09:15 Uhr: Manteltarifverhandlungen 2026 | BVG
Betriebliche Hinweise:
Die BVG wird am Montag, 02. Februar 2026, durch die Gewerkschaft Verdi bestreikt. Mit Betriebsbeginn (03:00 Uhr) am Montagmorgen muss daher der Betrieb von U-Bahn, Straßenbahn und Bussen der BVG bis Betriebsende (03:00 Uhr) eingestellt werden.
Die BVG-Fähren, Muva und Jelbi, sowie einige Buslinien, die im Namen der BVG von anderen Unternehmen betrieben werden, sind nicht betroffen. Aktuelle Informationen, etwa zu den im Einsatz befindlichen Buslinien, finden Sie hier: Streik | BVG
Angesichts der aktuellen Extremwetterlage und der weiterhin bestehenden Herausforderungen, insbesondere im Straßenbahnbetrieb, gefährdet die stundenlange Arbeitsniederlegung den Tramverkehr in Berlin erneut.

Das teilte uns die BVG-Pressestelle am 30.Januar mit
