Neues aus dem Zoo-Berlin
Neuer Sumatra-Tiger-Kater aus Schweden im Zoo Berlin angekommen
Välkommen, Banyu!
In dieser Woche lässt sich der Frühling schon erahnen, die Knospen sprießen und die ersten Jungtiere haben in Zoo und Tierpark Berlin bereits das Licht der Welt erblickt. Doch tierische Verstärkung gibt es nicht nur durch Nachwuchs: Ein stattlicher Sumatra-Tiger-Kater aus Schweden bringt seit dieser Woche frischen Wind in das Reich der Jäger. Banyu bezieht sein neues Zuhause in den modernen und naturnah gestalteten Netzanlagen, die auf den früheren Stelzvogelwiesen gegenüber der jetzigen Tigeranlage entstanden sind und in diesem Frühjahr eröffnet werden. Das insgesamt rund 1.500 Quadratmeter große Areal bietet den Tieren einen abwechslungsreichen Raum zum Erkunden mit Wasserbecken, Flusslauf, kleinem Wasserfall, beheizten Liegeflächen sowie Kratz- und Kletterbäumen.
Das junge Sumatra-Tiger-Männchen wurde am 3. Juni 2023 als eines von vier Jungtieren im Parken Zoo in der schwedischen Stadt Eskilstuna geboren. Beide Eltern waren aktiv an der Aufzucht beteiligt. Nun ist Banyu auf Empfehlung des Sumatra-Tiger-Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) nach Berlin gezogen und soll hier künftig das Herz von Tiger-Weibchen Luise erobern. „In der ersten Zeit nach seiner Ankunft wird sich Banyu in Ruhe einleben und ist daher zunächst noch nicht für unsere Besucher*innen zu sehen“, erklärt Säugetier-Kurator Dr. Florian Sicks „Schritt für Schritt werden sich dann auch Banyu und Luise kennenlernen.“
Weltweit gibt es insgesamt sechs noch lebende Tiger-Unterarten: den Sibirischen Tiger, den Bengal-Tiger, den Indochina-Tiger, den Malaiischen Tiger, den Südchinesischen Tiger und den Sumatra-Tiger. Die Sumatra-Tiger sind die kleinste dieser Unterarten und gut an ihrem markanten Backenbart zu erkennen.
Bedrohung des Sumatra-Tigers
Sumatra-Tiger gelten als die am stärksten bedrohten Großkatzen der Erde. Im natürlichen Lebensraum, der indonesischen Insel Sumatra, leben derzeit nur noch rund 400 bis 600 Tiere. Sie sind durch Lebensraumverlust, illegale Jagd und Wilderei vom Aussterben bedroht. Internationale Zuchtprogramme wie der „Global Species Management Plan“ (GSMP) koordinieren alle regionalen Erhaltungszuchtbemühungen, darunter auch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP), um langfristig stabile Reservepopulationen zu schaffen. „International abgestimmte Erhaltungszuchtprogramme sind die letzte Hoffnung für den Sumatra-Tiger“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „In Berlin kamen in den vergangenen 70 Jahren mehr als 150 Sumatra-Tiger-Jungtiere zur Welt. Im Tierpark durften wir uns in den vergangenen Jahren mehrfach über Nachwuchs von Mutter Mayang freuen. Mit Banyu erhält die Erhaltungszucht der Sumatra-Tiger im Zoo Berlin neue Perspektiven.“

(Copyright: Parken Zoo):
Das teilte uns die Pressestelle Zoo-Berlin mit
