Bahnhöfe mit Ökostrom
Die 15 größten Bahnhöfe in Deutschland werden ab sofort mit 100 Prozent Ökostrom versorgt. Damit stärkt die Bahn ihre Rolle als klimafreundlicher Verkehrsträger. Rund 70 Gigawattstunden werden so durch „grünen“ Strom ersetzt. Das entspricht etwa 20 Prozent des jährlichen Gesamtstromverbrauchs aller Bahnhöfe in Deutschland.
Dazu DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla: „Umwelt- und Klimaschutz sind die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Bei uns beginnt Klimaschutz schon beim Betreten des Bahnhofs. Unsere Bahnhöfe haben jetzt einen festen Platz in unserer Umweltstrategie.“
Die neue Ökostrom-Initiative umfasst die 15 meist frequentierten Verkehrsstationen im Land, darunter sechs Bahnhöfe in Berlin, die Hauptbahnhöfe Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Nürnberg sowie München Hbf und München Marienplatz. Durch den Einsatz erneuerbarer Energien bei der Versorgung der Bahnhöfe spart die DB jährlich rund 35.000 Tonnen CO2 ein. Die 15 Bahnhöfe werden täglich von 4,26 Millionen Menschen genutzt.
Der
Ökostrom stammt aus Wasserkraftwerken an Rhein, Mosel, Ruhr, Main, Donau, Lech,
Isar, Inn und vom Edersee sowie aus Windkraft aus Märkisch Linden.
Schon heute ist die DB der größte Ökostromverbraucher in Deutschland. 2018
stieg der Ökostromanteil am Bahnstrommix auf 57 Prozent, Ende 2019 wird er bei
60 Prozent liegen. In den kommenden Jahren setzt das Unternehmen auf einen
wachsenden Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien. Dafür wird die DB in den
kommenden Jahren rund 50 Millionen Euro zusätzlich aufwenden. Bis 2030 soll der
Anteil der erneuerbaren Energien am Bahnstrommix 80 Prozent ausmachen.
Damit untersetzt die DB das Ziel, bis zum Jahr 2030 konzernweit den
spezifischen CO2-Ausstoß mehr als zu halbieren. Bis 2050 will sie CO2-frei
sein.
Bereits komplett klimaneutral funktionieren die neuen Bahnhofsgebäude von
Lutherstadt Wittenberg und Kerpen-Horrem sowie das ICE-Werk Köln.
Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.