Kurz und Knapp :

Die S-Bahn in Königs Wusterhausen

 

Nach Königs Wusterhausen – oder »KaWe«, wie in Berlin kurz und bündig gesagt wird – ging es lan­ge Zeit nur mit dem Dampfzug. Das aber immerhin schon seit dem 13. Dezember 1866, als der erste Abschnitt der »Görlitzer Bahn« in Betrieb genommen wurde.

 

Ge­baut wurde sie unter Regie des »Eisenbahnkönigs« Bethel Henry Strousberg, dessen Karriere später jedoch in der Pleite endete. An­schlüsse bestanden zu den Neben­bahnen nach Mittenwalde und Beeskow.

Die elektrische S-Bahn kam erst am 30. April 1951 nach Königs Wusterhausen, wenn auch zu­nächst eingleisig. Bislang war in Grünau Endstation.

Geplant war die Verlängerung schon in den dreißiger Jahren, kam aber nicht zustande. 1979/1980 wurde der Abschnitt zwischen Grünau und Zeuthen zweigleisig ausgebaut, was hier eine Verdichtung des Zugabstandes ermöglichte.

Der weitere zweigleisige Ausbau bis Königs Wusterhausen, ist bis heute noch nicht erfolgt.

Im Jahr 1994 wurde Königs Wus­terhausen an den Berliner Südring angeschlossen. Es bestehen damit direkte Verbindungen nach Neu­kölln, Schöneberg und weiter in den Berliner Westen. Umsteige­bahnhof für den Weg in die City ist Baumschulenweg. Auf dem gleichen Bahnsteig geht es fast ohne Warten weiter.

Foto: Günter Meißner

gm