Point Alpha im Grenzland

Ortsschild

Im thüringischen Ort Geisa, nahe der Grenze zu Hessen, erreichen wir auf unserer Tagestour die Mahn- und Gedenkstätte Point Alpha – ein authentischer Schauplatz des Kalten Krieges und ein einmaliges Zeugnis von vier Jahrzehnten Zeitgeschichte.

US-Turm
Grenzstele
DDR-Wachturm
US-Baracks

Point Alpha war ein US-Beobachtungsstützpunkt an der innerdeutschen Grenze. Bis zum Fall des Eisernen Vorhangs erfüllte er eine wichtige Beobachtungsaufgabe im Verteidigungskonzept der NATO. Auf der anderen Seite der Grenze standen zwei Wach- und Führungstürme der DDR Grenztruppen.

Erdbunker

Die feindlichen Bündnisse also Auge in Auge. Die NATO erwartete im Ernstfall an dieser Fuldaer Lücke die Invasion der Truppen des Warschauer Pakts. Als Beobachtungspunkt war Point Alpha darüber hinaus deshalb geeignet, weil er sich auf 411 Meter Höhe auf einem Bergzug befindet.

Damit ergab sich ein guter Überblick über das angenommene Aufmarschgebiet Auch für das Abhören des Funkverkehrs aus Richtung Osten waren die geographischen Bedingungen günstig. Dies alles ist komplex dargestellt in der Dauerausstellung zum Grenzregime im „Haus auf der Grenze“.

Wir besichtigen den Komplex amerikanischer Stützpunkt auf der hessischen Seite und einen Streifen der originalen Grenzsicherungsanlagen der DDR auf Thüringer Seite.

Teile des ehemaligen Kolonnenweges sind heute Wanderweg. Der Bildhauer Ulrich Barnickel schuf den „Weg der Hoffnung“.

KOLONNENWEG

Nach Aussagen der Gedenkstättenleiterin gab es an diesem Grenzpunkt einen Fluchtversuch mit einem Toten.

Insgesamt ein Ort der Mahnung und Verpflichtung für Frieden und Zusammenarbeit der Völker. Txt+Fotos: ©OK

Gedenkstätte
Baumdenkmal Deutsche Einheit
Fahne &Runder Tisch

Txt+Fotos: ©OK

Ein Beitrag von OK für MEDIENIFO-BERLIN