Premiere im Schlosspark Theater

 

Foto:(C) DERDEHMEL
Fehler im System
Jasmin Wagner, Jürgen Tarrach (unten),Tommaso Cacciaquoti(links) und Günter Hammesfair (oben)

Am 4. März 2027 findet am Berliner Schlosspark Theater die Premiere von „Fehler im System“ von Folke Braband statt. Es ist eine deutsche Erstaufführung; die Regie hat der Autor übernommen. Bereits im April 2016 fand in Österreich die Uraufführung statt.

 

„Fehler im System“ befasst sich mit Künstlicher Intelligenz, die zunehmend unseren Alltag durchdringt. Dabei geht es nicht um Industrie-Roboter, die schrauben und schweißen, oder um autonom fahrende Autos. Es handelt sich bei Künstlicher Intelligenz (KI) um die Entwicklung von Robotern mit menschlichen Zügen. Viele Forschungseinrichtungen arbeiten daran. Es ist praktisch die Fortsetzung des digitalen Zeitalters, die auch industrielle Revolution 4,0 genannt wird. In der Komödie befasst sich Folke Brabant mit der unmittelbaren Zukunft, über die man nachdenken sollte, die aber auch zum Lachen herausfordert.

 

Im Zentrum der Handlung steht Emma, gespielt von Jasmin Wagner, die nach der Erfolgsproduktion „Alexandra (2011) erneut auf der Bühne des Schlosspark Theaters stehen wird. Die in den 1990er Jahren als Sängerin unter dem Namen Blümchen bekannt gewordene junge Künstlerin hat sich in den letzten zehn Jahren zu einer gestandenen Schauspielerin entwickelt. Ob Klassiker, Komödie oder Musical: Jasmin Wagner verfügt über ein breites Repertoire, mit dem sie vor allem in Hamburg regelmäßig zu sehen ist.

 

In einer Doppelrolle als Oliver 4.0 und Oliver, Ex-Freund von Emma, ist Tommaso Cacciapuoti zu erleben, der schon 2010 im Gastspiel „Männerbeschaffungsmaßnahmen“ am Schlosspark Theater zusehen war. Jürgen Tarrach, bekannt aus dem Fernsehen und dem Kino, spielt den Vater von Emma. Vielen Zuschauern wird seine großartige Darstellung des Lionel Logue in der Steglitzer Erfolgsproduktion „The King’s Speech“ (2014) an der Seite von Oliver Mommsen und Julia Stemberger noch in bester Erinnerung sein. Erstmals ist Guido Hammesfahrt in einer Inszenierung im Schlosspark Theater zu sehen, den vor allem die jüngeren Zuschauer als Fritz Fuchs aus der Kinderserie „Löwenzahn“ kennen.

 

In der Komödie „Fehler im System“ hat Emma ihren Oliver vor die Tür gesetzt. Kurz darauf ist er wieder da und ist bei der Begrüßung äußerst wortkarg:: „Oliver Vierpunktnull. Hallo. Guten Tag“.

 

Bald ist klar, dass Oliver 4.0 eine künstliche Intelligenz ist, ein menschenähnlicher Computer, der über die Agentur Partnercook.com als Haushaltsroboter für Emma ermittelt wurde. Im Laufe des Geschehens entwickelt die virtuelle Haushaltshilfe ungeahnte Fähigkeiten, nimmt zusehends menschliche Züge an und erweist sich immer mehr als perfekter Ersatz für den echten Oliver. Es funkt zwischen Emma und dem künstlichen Oliver.

 

Doch was passiert, wenn ein Roboter plötzlich die Liebe entdeckt? Hat er Kontrolle sowohl über das, was er tut als auch über seine Gefühle? Und welche Auswirkungen hat wohl ein noch so kleiner Fehler im System?

 

Die Aufführung „Fehler im System“ ist eine zukunftsweisende Komödie, die uns über die unmittelbare Zukunft gleichermaßen lauthals lachen wie auch nachdenken lässt.

 

Ein Beitrag für Medieninfo Berlin von Edelgard Richter / Dela Press