Operation Gold – Der Spionagetunnel in Berlin


Der britisch-amerikanische Spionagetunnel ragte von West-Berlin rund 330 Meter in die DDR hinein. Von dort hörten die Nachrichtendienste vor 70 Jahren wichtige Telefongespräche der sowjetischen Militärs ab. In der Summe über 400.000 Telefonate.
Der sowjetische Nachrichtendienst beendete das Unternehmen im April 1956. Der Doppelagent der Sowjets in London, Georg Blake, hatte rechtzeitig nach Moskau gefunkt.
Tatsächlich fehlte bislang jedoch ein bedeutendes Puzzleteil, das in den Archiven der Berliner Unterwelten schlummerte. Es handelt sich um die umfassende Dokumentation, die allein für den DDR-Minister des Innern, Karl Maron, angefertigt worden war.

Sie galt allgemein als verschollen. Tatsächlich enthält sie bislang unbekannte Fotos und Details zum Auffinden dieses Tunnels und dessen Arbeitsweise.
Ein Fundstück.
Eingeführt und erläutert wird es von Dietmar Arnold, der wie kein Anderer die Unterwelt von Berlin kennt, und Helmut Müller-Enbergs, der sich mit Berlins Spionen befasst, mal für die Spionageabwehr, mal als Wissenschaftler der FU Berlin.
So entlarvt das spannende Sachbuch den Mythos Spionagetunnel eindeutig. Der Berliner CIA-Aktion vorausgegangen war bereits ein ähnlicher Abhörcoups der Briten in Wien. Deshalb ließen die Amis sämtliche Abhörbänder in England auswerten.

Für Interessierte zeigt das Allierten-Museum Berlin eine originale Teilstrecke des Spionagetunnels, Txt.+Fotos © OK

Herausgegeben von Berliner Unterwelten e.V.
Paperback, 224 Seiten, 181 Abbildungen
ISBN 978-3-8148-0348-7
- Auflage, März 2026 24,– €
