Reise-News: Kurort Oybin in der Oberlausitz

Keine Frage, von Berlin aus ist es eine ziemliche Strecke bis in den Süden von Sachsen. Mitten im 3-Ländereck zu Polen und Tschechien. Angekommen in dem zauberhaften Ort, erleben wir, wo das Zittauer Gebirge am schönsten ist. Die Gästekarte empfiehlt uns dann gleich eine Fahrt mit der Schmalspurbahn nach Zittau. Vorbei an traditionellen Umgebindehäusern und einladenden Wirtshäusern. Im Angebot dort hausgemachte Köstlichkeiten wie „Stupperle“ und selbst gebackener „Kleckselkuchen“.

Bhf. Oybin
Umgebindehaus
Felsmassiv

In und um die 390 m hoch gelegene Berggemeinde gibt es für jeden Geschmack etwas zu entdecken und zu erleben: Zum Beispiel die Ruinen einer alten Burg und eines Klosters, die auf dem mächtigen Felsmassiv vom Berg Oybin thronen (www.burgundkloster-oybin.com). Einzigartig auch die direkt am Hang gebaute barocke Bergkirche von 1712. Mit dem beliebten Gebirgs-Express erreichen wir bequem den Hochwald mit der Baude von 1938 und einen wunderbaren Rundblick zur deutschen Seite und nach Böhmen.

Burg u. Kloster
Baude Hochwald

Dann beginnt eine Wanderung zum 25m hohen Aussichtsturm auf der Nordkuppe. Immer durch den Wald auf ausgetretenen Pfaden. Zurück passsieren wir noch die Rosensteine mit dem berühmten 17m hohen Kelchstein, ein durch Windschliff und Erosion geformtes Meisterwerk der Natur in Pilzform.

Kelchstein,

Viele Überraschungen warten auch auf Familien mit Kindern. Der Abenteuer Kletterwald Zittauer Gebirge, der SteinZOO mit vielen SANDSTEIN Tieren wie Löwe, Nashorn, Brütende Henne. Beliebt sind weiterhin der Kinderbahnhof „Zwergenreich“ und die Märchenspiele direkt am Oybiner Bahnhof.

Landgut Hotel

Von unserem Quartier aus, dem Landgut Hotel Meier, starten wir einige Autotouren in die weitere Oberlausitz-Region. Pflicht bleibt ein Besuch in Herrnhut, dem Zentrum der Weihnachtssterne.

Kloster Marienthal

Weniger bekannt ist das Kloster St. Marienthal in Ostritz an der Neiße. Die Spuren der Hochwasserschäden von 2010 sind beseitigt. Das weiltläufige Areal der Zisterziensernonnen ist zugleich ein internationales Begegnungszentrum und wird unterstützt von der Stiftung Denkmalschutz.

3 – Länderpunkt
Schloß Lemberk

Nicht weit entfernt vom derzeitigen Tankparadies Polen wandern wir bis zum Dreiländerpunkt. Genauso interessant der Aufstieg zum großzügig sanierten Schloß Lemberk im tschechischen Kreis Liberec. Auf einer Anhöhe des Lausitzer Gebirges ist das Ensemble des früheren Hauses von Auersperg heute mit Museum öffentlich zugänglich. Schließlich entdecken wir bei Löbau den einzigen gusseisernen Turm Europas.

Eisenturm Löbau

Er ist ein 28 m hohes Kunstwerk von 1854 und dem sächsischen König Friedrich-August gewidmet. Einen ganz besonderen Tagesausflug haben wir Zittau, der Hochschulstadt, gewidmet. Gewissermaßen der Abschluss unserer Oberlausitztour. Hauptmerkmal dieser alten Stadt von 1238 ist ihr kultureller Reichtum. Beeindruckend die acht Kirchengebäude und weitere imposante Baudenkmale.

Kirche

Besonders zu erwähnen die Kreuzkirche mit dem „Großen Zittauer Fastentuch“ von 1472. Einmalig in Deutschland (https://zittau.de/de/tourismus-kultur-freizeit/sehenswertes/die-zittauer-fastent%C3%BCcher). In der Klosterkirche wird der Zittauer Epitaphienschatz präsentiert.

Einkehr haben wir gefunden bei Lust – Cafe und Bäckerei am Markt. Mit der ganzen Welt des guten Geschmacks. Rundum ein vollgeladender aber erkenntnisreicher Zittaubesuch. Insgesamt muss der Oberlausitz-Tourist gut zu Fuß sein, denn bergauf geht es irgendwie immer. Txt.+Fotos: ©OK

Ein Reisebericht von O.K. für MEDIENINFO-Berlin