Baustellen bremsen Reiseverkehr aus

Die große Reisewelle kommt: Am Donnerstag, den 5. Juli, starten in Berlin und Brandenburg die langen Sommerferien. Der ADAC erwartet bereits am letzten Schultag ab Mittwochnachmittag (4.7.) erhöhtes Verkehrsaufkommen auf allen Ausfallstraßen und Autobahnen in der Region. Mit einer zweiten Reisewelle muss ab dem frühen Freitagnachmittag (6.7.) gerechnet werden. Der ADAC Berlin-Brandenburg empfiehlt, an diesen Tagen entweder in den frühen Morgenstunden oder erst abends nach 19 Uhr loszufahren. Auch der Samstagnachmittag eignet sich gut, um die Sommerreise etwas stressfreier anzutreten.

 

Viele Familien werden Richtung Nord- und Ostsee (A11, A19/24), aber auch in Richtung Süden (A9, A13) unterwegs sein. Diese Strecken sowie der gesamte Berliner Ring (A10) sind besonders stark belastet.

 

Weil 13 von 16 Bundesländern derzeit in die Ferien gehen oder schon vor ein paar Tagen die Sommerferien eingeläutet haben, nimmt überall in Deutschland der Reiseverkehr an Fahrt auf. Urlauber, die mit dem Auto unterwegs sind, müssen sich auf volle Straßen, Staus und Baustellen einstellen und sollten mehr Zeit einplanen. Entgegen des bundesweiten Trends sind die Hauptstadt und das Land Brandenburg, insbesondere das Berliner Umland, von extrem vielen und komplizierten Baustellen betroffen.

 

Diese Baustellen können zur Staufalle werden:

 

  • A10 Süd Michendorf sowie zwischen Rangsdorf und Ludwigsfelde West mit komplizierter Baustellenführung
  • A10 Nord und A24 – viele Baustellen mit schmalen Fahrstreifen
  • A10 West – bis 13. Juli Bauarbeiten zwischen Dreieck Werder und Anschlussstelle Berlin-Spandau
  • A2 und A9 – mehrere Baustellen zwischen Landesgrenze Sachsen-Anhalt und Dreieck Werder mit schmalen Fahrspuren
  • A12 – von Briesen bis zur polnischen Grenze mehrere Baustellen
  • A13 und A15 diverse Baustellen Richtung Cottbus und Dresden
  • A113 – Behinderungen durch Sanierungsarbeiten im Berliner Stadtgebiet

 

Generell gilt für alle Baustellen: Aufgrund von schmaleren Fahrstreifen, wechselnder Spurführung und Geschwindigkeitsbegrenzungen erhöht sich die Unfall- und Staugefahr. Autofahrer sollten hier besonders aufmerksam, rücksichtsvoll und mit ausreichend Sicherheitsabstand fahren.

 

Immer wieder haben Rettungskräfte Schwierigkeiten zum Unfallort durchzukommen, weil Auto- und Lkw-Fahrer die Rettungsgasse entweder nicht richtig bilden oder zu schnell wieder schließen, denn oft folgen weitere Einsatzkräfte nach. Dabei kann die Rettungsgasse Menschenleben retten – bei einem Unfall zählt jede Minute. Allen Autofahrern muss klar sein, dass die Bildung der Rettungsgasse schon bei stockendem Verkehr und Stau oberstes Gebot ist, und nicht erst, wenn das Martinshorn zu hören und das Blaulicht der Rettungskräfte zu sehen ist.

 

So wird Platz gemacht für die rettende Gasse: Autofahrer auf der linken Spur weichen nach links aus, während alle anderen möglichst rechts fahren. Der Standstreifen kann dafür mit der halben Fahrzeugbreite benutzt werden. Nur wenn sich alle Verkehrsteilnehmer daran halten, funktioniert die Rettungsgasse auch. Bei Verstößen drohen hohe Bußgelder von mindestens 200 Euro.

 

In engen Baustellenbereichen auf Autobahnen mit deutlich schmaleren Fahrspuren ist es häufig nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden. Der ADAC empfiehlt deshalb, mit genügend Abstand und versetzt zu fahren, um im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln zu können, damit der linke Fahrstreifen für die Rettungskräfte frei gehalten wird.

 

Im Internet können sich Autofahrer unter www.maps.adac.de jederzeit über die aktuelle Verkehrslage auf ihrer Route informieren.

Ein Beitrag für Medieninformation Berlin von Edelgard Richter / Dela Press.